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Angola

Angola

Stand: Oktober 2014

Ländername: Republik Angola (República de Angola)

Klima: tropisch (Küste, Norden), gemäßigt-tropisch (Hochland, Süden), heiß und trocken (Südosten)

Lage: Im Südwesten Afrikas, mit 1.650 km Küste am Südatlantik, sowie Grenzen mit der Republik Kongo im Norden, der Demokratischen Republik Kongo im Norden und Osten, Sambia im Osten sowie Namibia im Süden

Größe des Landes: 1.246.700 qkm

Hauptstadt: Luanda (ca. 6 Millionen Einwohner)

Bevölkerung: ca. 24,3 Millionen laut Volkszählung Mai 2014, der ersten seit der Unabhängigkeit, Bevölkerungswachstum ca. 3% pro Jahr

Landessprachen: Portugiesisch (Amtssprache), Umbundu, Kimbundu, Kikongo, Tchokwe, Ngangela, Oshiwambo (Kwanyama, Ndonga), Otjiherero

Religionen/Kirchen: circa 55 Prozent Katholiken, circa 10 Prozent Protestanten, Naturreligionen, steigende Zahl von Sekten, Islam bislang nicht als offizielle Religion anerkannt.

Nationalfeiertag: 11. November – Unabhängigkeitstag (1975)

Staatsform: Präsidialrepublik

Verfassung: die erste vom angolanischen Parlament verabschiedete Verfassung ist am 05.02.2010 in Kraft getreten

Staatsoberhaupt: Präsident der Republik Angola, José Eduardo dos Santos (seit 1979), zugleich Regierungschef und Oberkommandierender der Streitkräfte. Die frühere Verfassung sah Direktwahl des Präsidenten vom Volk für eine 5-jährige Amtszeit vor. Am 31.08.2012 erfolgte erstmalig Wahl im Rahmen der neuen Verfassungvon 2010  zusammen mit den Parlamentswahlen als indirekte Wahl über die Parteiliste. Die nächsten Wahlen sind nach Ablauf der 5-jährigen Legislaturperiode für 2017 vorgesehen.

Vize-Staatspräsident: Manuel Vicente

Außenminister: Georges Rebelo Pinto Chicoti

Parlament: Assembleia Nacional (Nationalversammlung), eine Kammer, 220 Sitze, Direktwahl auf fünf Jahre; Präsident: Fernando da Piedade Dias dos Santos. Die letzte Wahl fand am 31.08.2012 statt. Sitzverteilung: MPLA 175 (71,84%), UNITA 32 (18,66%), CASA-CE 8 (6%), PRS 3 (1,7%), FNLA 2 (1,13%). 34% Frauen

Regierungspartei: MPLA (Movimento Popular de Libertação de Angola), bis 1991 Einheitspartei marxistischer Prägung. Als Regierungspartei auch nach den Wahlen 2012 wieder mit mehr als einer Zweidrittel-Mehrheit in der Nationalversammlung.

Opposition: Größte Oppositionspartei UNITA (União Nacional para a Independência Total de Angola), in der Kolonialzeit zunächst maoistische Rebellenorganisation, die im östlichen Angola operierte und am Unabhängigkeitstag, dem 11. November 1975, in Zentralangola zunächst eine eigene Regierung bildete. Trotz Abspaltung der neuen Oppositionspartei CASA-CE (Convergência Ampla de Salvação de Angola) im Frühjahr 2012, diebei den Parlamentswahlen im selben Jahr 6 % der Wählerstimmen (8 Parlamentssitze) erzielte,  konnte die UNITA wieder zulegen  und verfügt jetzt  über 32 Sitze im Parlament (seit Parlamentswahl 2008 16 Sitze, vorher 70 Sitze).

Gewerkschaften: UNTA (União Nacional dos Trabalhadores Angolanos) und CGSILA (Confederação Geral dos Sindicatos Independentes e Livres de Angola) sind die Hauptgewerkschaften.

Verwaltungstruktur: 18 Provinzen, die je einem vom Präsidenten ernannten Provinzgouverneur unterstehen

Mitgliedschaften in wichtigen internationalen Organisationen: Vereinte Nationen, AU, SADC, WHO, UNESCO,UNICEF, FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation), ILO (Internationale Arbeitsorganisation), Weltpostverein, Weltbank, IWF, ITU (Internationale Fermeldeunion), IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation), OPEC

Wichtigste Medien: Fernsehen: TPA (Televisão Pública de Angola) - staatlich, TV ZIMBO privat.
Radio: RNA (Radio Nacional de Angola) – staatlich, Rádio LAC, Rádio Ecclesia (kirchlich getragener Radiosender), Rádio Cinco (Sportradio), Rádio Despertar (der UNITA nahestehend), und weitere nur in der Provinz Luanda zu empfangende.
Zeitungen: Jornal de Angola (einzige Tageszeitung des Landes) – staatlich,
(halb-)private Wochenzeitungen: Semanário Angolense, A Capital, Folha 8, Agora, Angolense, Actual, Independente, O País, Novo Jornal
Wirtschaftswochenzeitungen: Jornal de Economia e Finanças (staatlich), Semanário Económico, Expansão (privat)

Bruttoinlandsprodukt: 121,7 Mrd. USD (2013, IWF)

BIP pro Kopf: nur noch ca. 5000 USD, nachdem Volkszählung im Mai 2014 gut 3 Millionen Einwohner mehr ergab als bisher geschätzt.

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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