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Afghanistan

Afghanistan

Stand: November 2011

Ländername: Islamische Republik Afghanistan

Klima: trocken und kontinental, heiße Sommer und kalte Winter

Lage: Zentralasien, grenzend an Turkmenistan, Tadschikistan, Usbekistan (im Norden), China und Pakistan (im Osten und Süden), Iran (im Westen)

Fläche: 652.000 qkm

Hauptstadt: Kabul (4,5 Millionen Einwohner, geschätzt 2011)

Bevölkerung: 30 Millionen Einwohner (geschätzt Juli 2011). 23% der Bewohner leben in Städten (geschätzt 2011). Ethnische Aufteilung der Bevölkerung (geschätzt 2011): Paschtunen ca. 42%, Tadschiken ca. 27%, Hazara und Usbeken je ca. 9%, zahlreiche kleinere ethnische Gruppen (Aimak ca. 4%, Turkmenen ca. 3%, Baluchi 2%, sowie Nuristani und andere). Bevölkerungswachstum: 2,38% (geschätzt Juli 2011). Durchschnittsalter der Bevölkerung: 18,2 Jahre (geschätzt 2011). 42,3% der Bevölkerung sind jünger als 15. Nur 2.4% sind über 64. Geburtenrate 37,8 pro 1000 Einwohner (geschätzt 2011)

Landessprachen: Zwei offizielle Landessprachen Dari (50%) und Paschtu (35%). Daneben Turksprachen (insb. Usbekisch und Turkmenisch) 11% und zahlreiche weitere Sprachen. Viele Bürger sind zweisprachig.

Religionen: 99% Muslime (80% Sunniten und 19% Schiiten), sonstige 1% (geschätzt 2011)

Nationaltag: 19. August (Unabhängigkeitstag)

Unabhängigkeit: 08. August 1919 (von Großbritannien; Vertrag von Rawalpindi)

Regierungsform: Republik, Präsidialsystem

Staatsoberhaupt und Regierungschef: Hamid Karsai, seit 19. November 2009 in der zweiten Amtszeit (seit 2002 im Amt, zuerst als Übergangspräsident, seit 09.10.2004 als gewähltes Staatsoberhaupt)

Wahlen: Der Präsident und zwei Vizepräsidenten werden auf fünf Jahre vom Volk direkt gewählt (Wiederwahl nur für eine weitere Amtszeit möglich). Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang mind. 50% der Stimmen erreicht, müssen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Die letzten Präsidentschaftswahlen wurden am 20. August 2009 abgehalten.

Präsidentschaftswahlen 2009: Hamid Karsai 49,7%, Abdullah Abdullah 30,6%, Ramazan Bashardost 10,5% (Angaben der Unabhängigen Wahlkommission vom 21.10.2009). Karsai wurde am 02.11.2009 offiziell zum Wahlsieger erklärt, nachdem sein Herausforderer Abdullah auf die Stichwahl verzichtete.

Parlament: Das Parlament (“Nationalversammlung“) besteht aus zwei Kammern: das Unterhaus oder Volksvertretung (“Wolesi Jirga“) mit 249 Abgeordneten (für 5 Jahre gewählt), sowie dem Oberhaus oder Ältestenrat (“Meshrano Jirga“) mit 102 Abgeordneten. Die letzten Unterhauswahlen fanden am 18. September 2010 statt. Nach Veröffentlichung der Ergebnisse im November 2010 hat sich das neue Parlament am 26.02.2011 konstituiert. Die Auseinandersetzung um die Zusammensetzung des Parlaments dauerte jedoch noch Monate an. Am 21.08.2011 hat die Afghanische Unabhängige Wahlkommission entschieden, neun Abgeordnete wegen Unregelmäßigkeiten im Wahlverfahren durch Nachrücker zu ersetzen. Parlamentspräsident ist seit dem 27.02.2011 Abdul Rauf Ibrahimi.

Verwaltungsstruktur des Landes: Zentralstaat mit 34 Provinzen, die in Distrikte gegliedert sind. Provinzgouverneure und Distriktchefs werden von der Zentralregierung ernannt. Jede Provinz verfügt über einen Provinzrat. Die letzten Provinzratswahlen fanden zeitgleich mit den Präsidentschaftswahlen am 20. August 2009 statt.

Bruttoinlandsprodukt 2010: 14,5 Mrd. USD (Schätzung des IWF)

Prokopf-BIP 2010: 502 USD (Schätzung des IWF)

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Deutscher Soldat auf dem Vogelmarkt in Kundus, Afghanistan © picture-alliance/dpa/dpaweb

Deutsches Engagement in Afghanistan

Afghanistan darf nicht wieder zum Rückzugsraum für internationale Terroristen werden. Deshalb helfen Deutschland und die internationale Gemeinschaft Afghanistan, ein stabiles Land zu werden, in dem die Menschen sicher leben können und selbst über ihre Zukunft bestimmen. 

Entwicklung

Afghanistan ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Schwerpunkte sind: Energie, Trinkwasserversorgung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Grundbildung sowie die Förderung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte.
Nähere Informationen hierzu beim BMZ: