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Ukraine sagt YES

Ziel der ukrainischen Außenpolitik bleibt die weitere Annäherung an die Europäische Union und eine stärkere Zusammenarbeit mit der NATO. Das bekräftigten Präsident Poroschenko und viele andere hochrangige ukrainische Teilnehmer bei der diesjährigen 'Yalta European Strategy' (YES) Konferenz.

Zum vierten Mal seit der widerrechtlichen Annexion der Krim durch Russland fand die Konferenz nicht an ihrem Ursprung statt, dem traditionsreichen ukrainischen Schwarzmeer-Kurort Jalta, sondern in der Hauptstadt Kiew. Präsident Poroschenko betonte am Freitag (15.9.), dass neben dem Weg nach Europa und der Lösung des Konflikts mit Russland im Osten des Landes vor allem der Reformkurs fortgesetzt werden müsse, den die Ukraine nach dem Euromaidan und der 'Revolution der Würde' 2014 eingeschlagen hat.

Deutschland gehört zu größten Unterstützern

Deutschland, das bei der YES-Konferenz unter anderem vom Osteuropa-Beauftragten des Auswärtigen Amts Andreas Peschke vertreten wurde, unterstützt die Ukraine, um den bewaffneten Konflikt mit Russland und die Abspaltung von Gebieten im Osten des Landes zu beenden. Daneben gehört die Bundesrepublik international zu den Ländern, die finanziell und mit der Bereitstellung von Experten die Durchführung von Reformen in der Ukraine am meisten unterstützen.

Osteuropa-Beauftragter Peschke (r.) und OSZE-Sonderbeauftragter Sajdik (l.)

Osteuropa-Beauftragter Peschke (r.) und OSZE-Sonderbeauftragter Sajdik (l.)
© Auswärtiges Amt

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Osteuropa-Beauftragter Peschke (r.) und OSZE-Sonderbeauftragter Sajdik (l.)

Osteuropa-Beauftragter Peschke (r.) und OSZE-Sonderbeauftragter Sajdik (l).

Osteuropa-Beauftragter Peschke (r.) und OSZE-Sonderbeauftragter Sajdik (l.)

"Je erfolgreicher die Reformen, desto stärker die Ukraine gegen innere und äußere Herausforderungen", sagte Andreas Peschke bei der Konferenz. Außenminister Gabriel und die Bundeskanzlerin seien weiter voll engagiert, um eine friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt zu finden, zum Beispiel bei den Verhandlungen im sogenannten "Normandie-Format" zwischen Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland. Auch die aktuelle Diskussion um eine mögliche UNO-Mission zur Unterstützung der bisherigen Friedensanstrengungen müsse offen und konstruktiv geführt werden.

Deutsch-Ukrainisches Sprachenjahr

Daneben geht es auch darum, die Beziehungen zwischen den Gesellschaften unserer beider Länder zu vertiefen. So wurde vor wenigen Tagen (8.9.) in Kiew das Deutsch-Ukrainische Sprachenjahr eröffnet. Damit soll die deutsche Sprache in der Ukraine noch populärer und auch die ukrainische Sprache in Deutschland bekannter werden. "Wer die Sprache seines Gegenüber kennt, versteht sich noch besser", betonte der Osteuropa-Beauftragte.

Das ukrainische Motto des Sprachenjahres lautet: "Vivtschai Ukrainsku, vidtschuwaj Ukrainu" - Lern' Ukrainisch, begreife die Ukraine! Deshalb lernen auch im Auswärtigen Amt und an der Botschaft in Kiew deutsche Diplomaten Ukrainisch. Und in Kiew besucht Andreas Peschke nach Ende der politischen Gespräche eine ukrainische Theaterpremiere im renommierten 'Akademischen Jugendtheater'.

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Stand 15.09.2017

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