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Tschadische Menschenrechtlerin zu Besuch
Staatsministerin Pieper mit Jacqueline Moudeina
© AA
Staatsministerin Pieper ist mit der Menschenrechtlerin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad zusammengetroffen. Für ihr Engagement erhält Moudeina in diesem Jahr den Alternativen Nobelpreis.
Moudeina hat auf Einladung der Bundesregierung einen Zwischenstopp in Deutschland eingelegt. Sie ist auf dem Weg nach Stockholm, wo sie am 5. Dezember mit dem "Right Livelihood Award" - allgemein als Alternativer Nobelpreis bezeichnet - ausgezeichnet wird.
Die Jury ehrt Moudeina damit "für ihren unermüdlichen Einsatz unter großem persönlichen Risiko, damit den Opfern von Tschads ehemaliger Diktatur Gerechtigkeit widerfährt und um die Achtung und das Bewusstsein für Menschenrechte in Afrika zu stärken".
Engagierte Menschenrechtsaktivistin
Staatsministerin Pieper drückte Ihre Freude darüber aus, dass eine engagierte Verfechterin der Menschenrechte aus Afrika mit dem Preis ausgezeichnet wird.
Die 1957 geborene Moudeina ist Anwältin und Präsidentin der tschadischen Menschenrechtsorganisation ATPDH. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, dass die Verbrechen, die unter dem ehemaligen Diktator Tschads, Hissène Habré, begangen wurden, aufgeklärt werden. Bei ihrem Besuch in Deutschland ist sie mit Vertretern von Regierung, Bundestag, Medien und Zivilgesellschaft zusammengetroffen, um über Menschenrechtsfragen zu sprechen.
Der Right Livelihood Award wird seit 1980 jährlich verliehen und wurde von dem Deutsch-Schweden Jakob von Uexküll gestiftet. Der Preis unterscheidet - anders als der Nobelpreis - keine Kategorien und zeichnet diejenigen aus, die "praktische und beispielhafte Antworten" auf die "drängendsten Herausforderungen unserer Zeit" anbieten.
Neben Jacqueline Moudeina werden in diesem Jahr die US-Hebamme Ina May Gaskin und die spanische Nichtregierungssorganisation GRAIN geehrt. Der chinesische Ingenieur Huang Ming erhält einen Ehrenpreis.
Stand 02.12.2011
