Hauptinhalt

Steinmeier trifft österreichischen Amtskollegen Kurz

Auch wer dieselbe Sprache spricht, muss regelmässig das Gespräch suchen: Am 15. Januar hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier seinen österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz zu politischen Gesprächen in Berlin empfangen. Auf der gemeinsamen Agenda standen nicht nur die bilateralen Beziehungen, Europa und der westliche Balkan, sondern auch das Thema Syrien.

"Wir sind beide zeitgleich ins Amt gekommen und ich freue mich, dass wir so schnell in Berlin zusammengekommen sind." Mit diesem Worten begrüßte Außenminister Steinmeier seinen österreichischen Amtskollegen Kurz im Auswärtigen Amt. Mit einem Augenzwinkern fügte er noch einen Satz des österreichischen Schriftstellers Karl Kraus hinzu: "Das einzige, was uns trennt, ist unsere gemeinsame Muttersprache."

Regelmässige Gespräche vereinbart

Häufige Gespräche vereinbart: Kurz und Steinmeier

Häufige Gespräche vereinbart: Kurz und Steinmeier
© photothek/Trutschel

Bild vergrößern
Häufige Gespräche vereinbart: Kurz und Steinmeier

Häufige Gespräche vereinbart: Kurz und Steinmeier

Häufige Gespräche vereinbart: Kurz und Steinmeier

Doch auch wer dieselbe Sprache spricht, muss regelmässig ins Gespräch kommen: Steinmeier und Kurz haben miteinander vereinbart, dieses Gespräch "so häufig wie möglich" zu suchen. Auch in der Vergangenheit habe man sich, so der deutsche Außenminister, bei wichtigen Entscheidungen abgestimmt, denn: "Das ist ja keine Partnerschaft, wie wir sie mit anderen Ländern haben, sondern das ist echte Freundschaft zwischen unseren Ländern." Auch der österreichische Außenminister lobte die engen Beziehungen zu den deutschen Nachbarn. 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen aber nicht nur die bilateralen Beziehungen: Auch Europa und seine direkte Nachbarschaft sowie der Nahe Osten, Iran und Syrien waren Themen auf der Agenda der beiden Außenminister. Während Steinmeier vorsichtigen Optimismus in Bezug auf die Verhandlungen mit dem Iran und im Nahen Osten äußerte, bleibe in Bezug auf die Vorbereitung der Syrien-Friedenskonferenz noch einiges zu tun. In allen diesen Bereichen freuen sich beide Außenminister aber auf die gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich.

Exportschlager "Duales System"

Zuvor hatte der österreichische Außenminister sich mit Staatsministerin Maria Böhmer zu einem Meinungsaustausch getroffen. Beide kannten sich bereits aus ihren vorherigen Funktionen als Integrationsbeauftragte. 

Der Außenminister und die Staatsministerin  vereinbarten, zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland Möglichkeiten für eine verstärkte Kooperation auszuloten. Das System dualer Berufsausbildung, das sowohl in Deutschland als auch in Österreich verankert ist, stößt weltweit auf immer mehr Interesse. Hier verabredeten die beiden Gesprächspartner ganz konkret, den Exportschlager "duales System" durch einen Erfahrungsaustausch auf fachlicher und auch auf politischer Ebene zwischen Österreich und Deutschland künftig im Interesse beider Länder noch besser zu nutzen. 

Schließlich tauschten sich der Minister und die Staatsministerin über die Vorbereitungen auf das Gedenkjahr 2014 aus. Gerade bei  den Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges gelte es, den europäischen Gedanken in den Mittelpunkt zu rücken.

Weitere Informationen

Deutsch-österreichische Beziehungen


Stand 15.01.2014

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere