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"Migration und Integration": Deutsch-Niederländisches Forum in Berlin

"Migration und Integration" war das Thema des diesjährigen Deutsch-Niederländischen Forums, das am 17. und 18. Januar in Berlin stattgefunden hat. Außenminister Steinmeier und sein niederländischer Kollege Bert Koenders eröffneten das Forum im Bundespresseamt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Welches Europa wollen wir?"

Diskussionsforum zu aktuellen Themen

Europa in Zeiten der Globalisierung, Sterbehilfe, demographischer Wandel, Sprache, Kommunikation und Identität – über all diese Themen ist in der Vergangenheit auf dem Deutsch-Niederländischen Forum diskutiert worden. Seit 1996 bietet das Forum jungen Menschen Raum für Diskussionen über aktuelle Fragen aus Politik und Gesellschaft. Abwechselnd findet es in Deutschland und den Niederlanden statt. Ins Leben gerufen wurde es von den damaligen Außenministern Klaus Kinkel und Pieter Kooijmans, um die Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden zu verbessern.

Workshops und Diskussionen

In diesem Jahr standen das Forum und die begleitenden Workshops dabei unter dem Motto "Migration und Integration. Destination Europa – zwischen Willkommenskultur und Abschottung." Eröffnet wurde die Auftaktveranstaltung von Außenminister Steinmeier und seinem niederländischen Kollegen Bert Koenders.

Steinmeier: Müssen wieder lernen, für Europa zu kämpfen

Steinmeier: Müssen für Europa kämpfen

Steinmeier: Müssen für Europa kämpfen
© Gaertner/photothek.net

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Steinmeier: Müssen für Europa kämpfen

Steinmeier: Müssen für Europa kämpfen

Steinmeier: Müssen für Europa kämpfen

Bislang sei es der Europäischen Union nicht gelungen, eine gemeinsame Antwort auf die Flüchtlingsströme zu finden, sagte Steinmeier in seiner Eröffnungsrede. Im Gegenteil: spätestens seit der Brexit-Entscheidung Großbritanniens wirkt die EU gespalten. "Wir müssen wieder lernen, für dieses Europa zu kämpfen, zu streiten, wenn denn erhalten bleiben soll, was europäische Integration über Jahre und Jahrzehnte als Erfolge mitgebracht hat", so der Außenminister. Gleichzeitig müsse Europa Antworten präsentieren auf die Fragen, die die Menschen in den Mitgliedsstaaten beschäftigen – neben Flucht und Migration verlangten die Bürgerinnern und Bürger auch Fortschritte bei der inneren und äußeren Sicherheit und, insbesondere im Süden Europas, bei der wirtschaftlichen Entwicklung.

Umso wichtiger sei es deswegen, durch Formate wie das Deutsch-Niederländische Forum den europäischen Austausch zu fördern, so Steinmeier – quer durch alle Generation. Erfreulich sei deswegen, dass auch 20 Studierende aus beiden Ländern an der Veranstaltung teilnehmen.

Steinmeier und Koenders: drittes Treffen in einer Woche

Vor der Eröffnung des Forums hat Außenminister Steinmeier seinen niederländischen Kollegen im Auswärtigen Amt empfangen – nach der Nahost-Konferenz in Paris und dem EU-Außenrat in Brüssel das dritte Treffen der beiden in dieser Woche. Die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden standen auf der Agenda, ebenso wie internationale Krisen und Konflikte.

Auch hier äußerte sich Steinmeier zur Zukunft der Europäischen Union. Mehr noch als in den vergangenen Monaten müssten die verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten auch nach der Brexit-Entscheidung Großbritanniens an der europäischen Zukunft arbeiten. Wir müssen dafür sorgen, so Steinmeier, dass die EU wieder "ein Projekt der Hoffnung, ein Projekt der Zukunft" wird.


Stand 17.01.2017

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