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Euro-atlantische Zukunft des Westbalkans fördern

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat heute (06.05.) den Premierminister von Montenegro, Milo Đukanović, zu politischen Gesprächen im Auswärtigen Amt empfangen. Im Fokus standen die bilateralen Beziehungen beider Länder, aber auch die euro-atlantische Zukunft des Westbalkans und die NATO-Mitgliedschaft Montenegros. 

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zu Beginn des Besuchs bezeichnete Außenminister Steinmeier die Beziehungen zwischen Deutschland und Montenegro als "lebendig und rege": Er freue sich darauf, den bilateralen Dialog zwischen beiden Ländern weiter zu vertiefen.

Klarer europäischer Wertekompass

Auch die regionale Zusammenarbeit spielte eine wichtige Rolle bei den politischen Gesprächen zwischen Steinmeier und Đukanović. Steinmeier betonte, dass Deutschland die euro-atlantische Zukunft des Westbalkans sehr am Herzen liege: 

Deutschland ist ein engagierter Partner, wenn es darum geht, die Länder der Region auf dem Weg zur euro-atlantischen Integration zu unterstützen und auch die Kooperation untereinander zu fördern. Hierbei schätzen wir Montenegro als wichtigen und konstruktiven Partner. 

Der deutsche Außenminister ergänzte, er wünsche seinem Gesprächspartner, dass sein Land bei den Beitrittsgesprächen mit der EU und bei der Umsetzung der dafür notwendigen inneren Reformen vorankomme. Außenpolitisch habe Montenegro im Kontext der Ukraine-Krise seinen klaren europäischen Wertekompass demonstriert. 

Deutschland unterstützt NATO-Mitgliedschaft Montenegros

Abschließend erklärte Steinmeier, Deutschland unterstütze auch das Ziel einer NATO-Mitgliedschaft Montenegros. Derzeit würden ausstehende Fragen im Rahmen von "intensivierten und fokussierten Gesprächen" mit den NATO-Partnern beraten. Sollten diese Gespräche positiv verlaufen, so Steinmeier, wolle er selbst sich dafür einsetzen, dass die NATO-Außenminister zum Jahresende eine Einladung zur NATO-Mitgliedschaft an Montenegro aussprächen.

Đukanović dankte Steinmeier für die deutsche Unterstützung zur Förderung der demokratischen Stabilität in Montenegro und der Region. Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern habe sich in den vergangenen Jahren durch die Direktinvestitionen deutscher Firmen nachhaltig verbessert. 

"Die Zukunft des Westbalkan liegt in der regionalen Integration", ergänzte der montenegrinische Premierminister. Das Land werde seine Pflichten im Zusammenhang mit dem angestrebten EU-Beitritt erfüllen und hoffe auf eine baldige NATO-Mitgliedschaft. "Montenegro ist heute ein stabiler und dynamischer Garant für westliche Werte innerhalb der Region", so Đukanović weiter.

Weitere Informationen

Bilaterale Beziehungen zwischen Deutschland und Montenegro


Stand 06.05.2015

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