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Ghassan Salamé neuer UN-Sonderbeauftragter in Libyen – Dank an seinen Vorgänger Martin Kobler

Die Vereinten Nationen haben einen neuen Sonderbeauftragten für Libyen ernannt. Der frühere libanesische Kultusminister Ghassan Salamé wird damit auch Leiter der Unterstützungsmission für Libyen. Seinem Vorgänger, dem deutschen Diplomaten Martin Kobler, dankte der Sprecher des Auswärtigen Amts heute (23.06.) für einen unermüdlichen Einsatz.

Hier die Ausführungen von AA-Sprecher Martin Schäfer aus der Regierungspressekonferenz vom 23. Juni 2017 im Wortlaut:

Ich möchte für die Bundesregierung sagen, dass wir Herrn Salamé bei seiner neuen Aufgabe in einem außenpolitisch wie innenpolitisch wahrlich komplizierten Umfeld in Libyen viel Glück wünschen und hoffen, dass er das nötige Glück hat, um das schwierige Dossier Libyen voranzubringen. Ich kann zusichern, dass Deutschland die Vereinten Nationen und Herrn Salamé bei der Vermittlung einer inklusiven politischen Lösung in Libyen nach allen Kräften unterstützen wird.

Das ist eine gute Gelegenheit, hier noch einmal ausdrücklich Botschafter Martin Kobler für seinen beinahe zweijährigen unermüdlichen Einsatz als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Libyen zu danken. Martin Kobler hat immer wieder mit einer Vielzahl von Vorschlägen und Initiativen neue Wege zur Konfliktlösung aufgezeigt. Es brauchte langen Atem und ständige Kommunikationsbereitschaft auch gegenüber bekanntermaßen schwierigen Akteuren im außenpolitischen Umfeld, aber auch in Libyen. Martin Kobler hat stets unterstrichen, dass nur ein politischer Kompromiss der Bevölkerung Frieden, Sicherheit und Teilhabe am Wohlstand der libyschen Nation bringen kann. Er hat systematisch die regionalen und internationalen Akteure einbezogen und die wichtige, ja die entscheidende Rolle der Vereinten Nationen bei der Konfliktlösung in Libyen gestärkt. Martin Kobler hat den Vereinten Nationen in Libyen ein Gesicht gegeben, und zwar auch wirklich mit persönlichem Mut, etwa indem er immer wieder in Tripolis direkt aus dem Auto ausgestiegen ist, im Zweifel gegen den Rat seiner Sicherheitsberater, um mit den Menschen in Libyen direkt zu sprechen: auf dem Markt, im Krankenhaus oder auch in den fürchterlichen Detention Centers, in denen Flüchtlinge untergekommen sind. Für diese offene und mutige Wahrnehmung seines Mandates gebührt Martin Kobler höchster Respekt und Anerkennung. Dafür möchte ich ihm auch im Namen der Bundesregierung danken.

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Stand 23.06.2017

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