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Europa-Staatsminister Roth in Kanada: Zusammenarbeit weiter stärken

Kanada übernimmt international immer stärker Verantwortung. Beim Besuch von Europa-Staatsminister Michael Roth in Ottawa und Toronto war die Bereitschaft zu noch engerer Zusammenarbeit mit Europa deutlich zu spüren. Die Gespräche mit Außenminister Dion, Migrationsminister McCallum, Parlamentariern und Vertretern der Zivilgesellschaft waren geprägt von den Entwicklungen des europäisch-kanadischen Handelsabkommen CETA. Aber auch Migrations- und Flüchtlingspolitik, die Rolle der EU und die Frage, wie Integration gelingen kann, spielten eine wichtige Rolle.

CETA: Globalisierung aktiv gestalten

Bei seiner ersten Kanada-Reise traf Staatsminister Roth mit dem kanadischen Außenminister Stéphane Dion auf einen engagierten Verfechter enger kanadisch-europäischer Zusammenarbeit. Er hoffe, dass CETA eine erfolgreiche Zukunft habe, so Dion. Roth unterstrich die Bedeutung des Handelsabkommens: "Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Globalisierung nicht einfach so passieren zu lassen, sondern aktiv zu gestalten. CETA kann bei Verbraucherschutz, Transparenz und gegenseitigem Respekt Vorbild für weitere Abkommen sein", so Roth, der sich für das konstruktive und vertrauensvolle Entgegenkommen der kanadischen Regierung bedankte. Dion regte darüber hinaus eine verstärkte gemeinsame Zusammenarbeit bei internationalen Friedenseinsätzen an.

Integration als Chance und Bereicherung verstehen

Staatsminister Roth (hier mit dem kanadischen Migrationsminister John McCallum): "Von Kanada können wir einen neuen Blick auf Einwanderung lernen."

Staatsminister Roth (hier mit dem kanadischen Migrationsminister John McCallum): "Von Kanada können wir einen neuen Blick auf Einwanderung lernen."
© AA

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Staatsminister Roth (hier mit dem kanadischen Migrationsminister John McCallum): "Von Kanada können wir einen neuen Blick auf Einwanderung lernen."

Staatsminister Roth (hier mit dem kanadischen Migrationsminister John McCallum): "Von Kanada können wir einen neuen Blick auf Einwanderung lernen."

Staatsminister Roth (hier mit dem kanadischen Migrationsminister John McCallum): "Von Kanada können wir einen neuen Blick auf Einwanderung lernen."

Migrationsminister John McCallum verwies auf die lange Erfahrung seines Heimatlandes als Einwanderungsland. Die Regierung habe über ihr Engagement bei der Aufnahme von Syrern hinaus nun ebenfalls die Aufnahme von Jesiden aus Nordirak beschlossen. Dabei stehe bei der Integration die zügige Vermittlung von Sprachkenntnissen und Bildung im Vordergrund. Auch sei das private Engagement in Kanada enorm. Der überwiegende Teil der Kosten werde durch private und kirchliche Initiativen getragen, nicht durch den Staat. Für Europa-Staatsminister Roth ist dieses Integrationskonzept wegweisend: "Von Kanada können wir einen neuen Blick auf Einwanderung lernen: Integration wird hier vor allem als große Chance, kulturelle und wirtschaftliche Bereicherung wahrgenommen und nicht als Belastung oder Bedrohung." McCallum führte weiter aus, es sei vordringliche Aufgabe internationaler Bemühungen, die Bedingungen in den Herkunftsländern und denjenigen Ländern zu verbessern, die eine besonders hohe Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen haben, allen voran Jordanien und Libanon, aber auch Türkei und Griechenland.

Handlungsfähige EU gerade in Krisenzeiten wichtig

Bei seinen Reden an der Carleton University und an der Monk School warb Europa-Staatsminister Roth für Verständnis angesichts der zuweilen langfristigen und kraftraubenden Abstimmungsprozesse innerhalb der EU. "Die EU ist und bleibt trotz aller Schwierigkeiten unsere Lebensversicherung in Zeiten von Krise und Globalisierung. Aber um den aufkommenden Nationalismus und Populismus zu begegnen, müssen wir auch zeigen, dass wir weiter handlungsfähig sind und etwas verbessern können."

Lesen Sie hier die gesamte Rede von Europa-Staatsminister Roth (in englischer  Sprache)

Auch in weiteren Gesprächen mit Parlamentariern, Journalisten, Vertretern der Zivilgesellschaft und LGBTI-Vertretern wurde die große Neugier und der Wunsch zur engen Zusammenarbeit deutlich.


Stand 01.11.2016

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