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It’s not rocket science! Palästinensische, israelische und iranische Wissenschaftler arbeiten in Jordanien gemeinsam an Teilchenbeschleuniger

In Amman ist am 16. Mai das größte Wissenschaftszentrum im Nahen Osten eröffnet worden – das SESAME (Synchrotron-light for Experimental Science and Applications in the Middle East). 

Technisch gesehen handelt es sich dabei um das erste Synchrotron der Region, eine Art von Teilchenbeschleuniger. Politisch betrachtet scheint es fast ein Wunder: Im SESAME arbeiten iranische, israelische, palästinensische, zypriotische und türkische Wissenschaftler zusammen - Angehörige von Staaten also, die zum Teil keine diplomatischen Beziehungen miteinander pflegen.

Jordanien - nicht nur geografisch in der Mitte

 Jordanien versucht in der Region zu vermitteln

Jordanien versucht in der Region zu vermitteln
© Trutschel/photothek.net

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 Jordanien versucht in der Region zu vermitteln

Jordanien versucht in der Region zu vermitteln

Jordanien versucht in der Region zu vermitteln

Es ist kein Zufall, dass SESAME in Jordanien steht: Das Land strebt außenpolitisch auf Ausgleich mit seinen Nachbarn und versucht, eine friedensstiftende Rolle in der Region zu spielen. Das neue Wissenschaftszentrum soll grenzübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen und verhindern, dass hochqualifizierte Wissenschaftler der Region mangels technischer Infrastruktur abwandern.

Deutscher Beitrag

Deutschland hat mit der Schenkung des Speicherringes BESSY I einen wesentlichen Beitrag zu SESAME geleistet und seitdem einen Beobachterstatus bei SESAME.
Der deutsche Nuklearphysiker Prof. Rolf-Dieter Heuer wird dieses Jahr den britischen Prof. Sir Chris Llewellyn-Smith an der Spitze des SESAME-Rates ablösen. Beide Professoren sind ehemalige Direktoren des europäischen CERN (Conseil européen pour la recherche nucléaire).
Als Technischer Direktor arbeitet seit Jahren der Deutsche Dr. Erwin Huttel vom Karlsruher Institut für Technologie bei SESAME.

Zum Weiterlesen

Bilaterale Beziehungen zu Jordanien


Stand 16.06.2017

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