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Erdbebenkatastrophe in Japan
Seebeben vor der japanischen Küste
© GFZ Potsdam - GEOFON Extended Virtual Network
Das schwere Seebeben und der nachfolgende Tsunami vom 11. März im Nordosten Japans haben Tausende von Todesopfern gefordert. Viele Menschen werden noch vermisst. Das Beben hat auch zu einer kritischen Lage im Kernkraftwerk Fukushima geführt. Das Auswärtige Amt warnt vor Aufenthalten im Krisengebiet im Nordosten der Insel Honshu. Die Deutsche Botschaft hat ihren Dienstbetrieb vorübergehend teilweise nach Osaka-Kobe verlegt.
Bei einem Besuch in Tokio am 2. April äußerte Außenminister Guido Westerwelle sein Mitgefühl für die Betroffenen der Naturkatastrophe und bot deutsche Hilfe an.
Es muss weiterhin mit Nachbeben gerechnet werden. So wurde der Nordosten Japans am 7. und 11. April von schweren Nachbeben erschüttert.
Kritische Lage im Kernkraftwerk Fukushima
Mehrere Blöcke des rund 250 Kilometer nördlich von Tokyo gelegenen Kernkraftwerken Fukushima I wurden durch das Erdbeben, den Tsunami und nachfolgende Explosionen schwer beschädigt. Nachbeben erschweren die laufenden Sicherungsmaßnahmen zusätzlich. Es ist davon auszugehen, dass Brennstäbe beschädigt wurden. In der Umgebung des Kraftwerks werden signifikant erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen.
Hierzu detaillierte Informationen auf des Website des BMU
Die Bevölkerung wurde von den Behörden aufgefordert, die Gebiete in einem Umkreis von 20 Kilometer um das Kraftwerk Fukushima I zu verlassen. Außerhalb dieses Gebietes wurden weitere Ortschaften gezielt evakuiert. In einem Ring von weiteren 10 Kilometer Breite sollen geschlossene Gebäude nicht verlassen werden. Die Bemühungen der japanischen Regierung um die Beseitigung der Gefahren dauern an. Mittlerweile hat die japanische Atomsicherheitsbehörde das Unglück auf die maximale Stufe 7 der internationalen Skala für atomare Vorfälle hochgestuft.
Teilreisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Aufenthalten in der Region um die Kernkrakftwerke in Fukushima im Nordosten der Insel Honshu. Von touristischen und anderen nicht dringenden Aufenthalten im Großraum Tokyo/Yokohama wird abgeraten.
Die Deutsche Botschaft in Tokyo hat ihren Dienstbetrieb vorübergehend teilweise nach Osaka-Kobe verlagert.
Zur Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts
Weitere Hinweise auch auf der Website der Botschaft Tokyo
Solidarität mit Japan - Außenminister Westerwelle besucht Tokio
Das Erdbeben und der Tsunami haben in Deutschland große Hilfsbereitschaft ausgelöst. Spendenempfehlungen des Beauftragten des Auswärtigen Amts für die deutsche Japan-Hilfe und des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (JDZB) finden Sie hier:
Spendenempfehlungen für die Japan-Hilfe (PDF, 42 KB)
Stand 12.04.2011
