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Zahlreiche deutsche Hilfsleistungen für Haiti angelaufen

Der Hurricane „Matthew“ hat in Haiti unzählige Todesopfer und große Verwüstungen und Zerstörungen hinterlassen. Mittlerweile ist auf zahlreichen Kanälen Hilfe aus Deutschland eingetroffen. Sie ergänzt das langfristige deutsche Engagement für bessere Lebensbedingungen in dem Karibikstaat.

Nach dem verheerenden Wirbelsturm hatte die haitianische Regierung um internationale Hilfe gebeten. Deutschland ist diesem Wunsch sowohl bilateral als auch zusammen mit europäischen Partnern nachgekommen. Auch viele deutsche Hilfsorganisationen wie der Arbeiter Samariterbund, ADRA und Worldvision haben unabhängig von der Bundesregierung sofortige Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Diese Hilfe erfolgt in enger Abstimmung mit der Regierung Haitis. Die deutsche Botschaft vor Ort steht in engem Kontakt mit den zuständigen nationalen Stellen, den internationalen Organisationen und den Hilfsorganisationen vor Ort.

Schnelle Nothilfe nach dem Sturm

Das Auswärtige Amt hat für humanitäre Hilfsmaßnahmen in den besonders stark betroffenen Regionen über zwei Millionen Euro als Soforthilfe bereitstellt. Mit dem Geld werden Notfallmaßnahmen wie Trinkwasserversorgung, Nahrungsmittelhilfe und die Errichtung von Notunterkünften finanziert. Die Maßnahmen werden von erfahrenen Hilfsorganisationen umgesetzt, darunter das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH), die Diakonie Katastrophenhilfe (DKH), humedica e.V, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Help e.V. und die Adventist Development Relief Agency (ADRA).

Auch die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) hat als Sofortmaßnahme 1,75 Millionen Euro bereitgestellt. Die Vereinten Nationen haben das "UN Desaster Assessment and Coordination Team" UNDAC nach Haiti entsandt. Deutschland gehört mit zu den größten Gebern des Nothilfefonds der Vereinten Nationen (2016: 50 Millionen Euro), der speziell für derartige Naturkatastrophen eingerichtet wurde.

Klimarisikoversicherung zahlt innerhalb von Tagen

Team von humedica e.V. vor der deutschen Botschaft

Team von humedica e.V. vor der deutschen Botschaft
© humedica

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Team von humedica e.V. vor der deutschen Botschaft

Team von humedica e.V. vor der deutschen Botschaft

Team von humedica e.V. vor der deutschen Botschaft

Die Bundesregierung unterstützt schon seit Längerem eine Klimarisikoversicherung für die Karibik und Zentralamerika und hatte dafür insgesamt 28,5 Millionen EUR zugesagt. Bei der Versicherung geht es darum, dass Länder nach einer Naturkatastrophe schnell und unbürokratisch Hilfsgelder erhalten. Während der G7-Präsidentschaft 2015 hat sich die Bundesregierung erfolgreich für die Beteiligung anderer Geberländer eingesetzt. Diese Klimarisikoversicherung hat sich nun im Falle Haitis bewährt: Innerhalb weniger Tage wurden 20 Millionen US-Dollar bereitgestellt.

Langfristiges Engagement für Entwicklung

Schon seit 2006 unterstützt die Bundesregierung Haiti aus Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit. Bei dieser sogenannten Übergangshilfe geht es in erster Linie darum, die Ernährung der Bevölkerung langfristig zu sichern und das Land besser für Naturkatastrophen zu wappnen. Für den Zeitraum 2016 – 2019 sind dafür 5,5 Millionen Euro vorgesehen; von 2017 – 2020 sind Zusagen in vergleichbarer Höhe geplant. Seit 2010 hat Deutschland insgesamt 50 Millionen Euro für die Verbesserung der humanitären Lage in Haiti zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus engagiert sich Deutschland in regionalen Projekten mit einem Gesamtumfang von knapp 12 Millionen Euro, die auch Haiti zugutekommen. Schwerpunkte sind dabei Ressourcenschutz und Ernährungssicherung im Grenzgebiet zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik. Hinzu kommt ein bilaterales Engagement zur Rehabilitierung des größten Wasserkraftwerks des Landes. Dieses Vorhaben wird gemeinsam mit der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und dem OPEC-Fonds für Internationale Entwicklung (OFID) durchgeführt. Die Bundesregierung ist daran mit 28 Millionen Euro beteiligt.

Zum Weiterlesen

Länderinformationen Haiti

Deutsche Humanitäre Hilfe


Stand 18.10.2016

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