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Solidarität mit den französischen Freunden

Deutschland trauert nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris mit den Menschen in Frankreich. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet, der in engem Kontakt mit den französischen Behörden steht.

Als der Terror die französische Hauptstadt heimsuchte, verfolgte Außenminister Frank-Walter Steinmeier gerade gemeinsam mit dem französischen Präsidenten François Hollande das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Frankreich im Stade de France in Paris. Noch während des Spiels begann sich das Ausmaß der Tragödie abzuzeichnen. Der Anschlag hatte mehr als 100 Tote und sehr viele Verletzte gefordert. Außenminister Steinmeier war entsetzt und erschüttert über den brutalen Terrorangriff und erklärte noch in Paris bevor er in der Nacht zur internationalen Syrien-Konferenz in Wien weiterreiste: "Wir stehen an der Seite Frankreichs."

Parallel wurde im Auswärtige Amt in Berlin auf Weisung von Außenminister Steinmeier noch am Freitagabend ein Krisenstab zu den Terroranschlägen in Paris eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stabs stehen seitdem in ständigem und engem Kontakt mit der deutschen Botschaft in Frankreich und den französischen Behörden. Auch die Reise- und Sicherheitshinweise für Frankreich wurden aktualisiert und an die Lage angepasst.

Ausnahmezustand erklärt und Grenzkontrollen eingeführt

Steinmeier kondoliert dem französischen Außenminister Fabius.

Steinmeier kondoliert dem französischen Außenminister Fabius.
© photothek/Trutschel

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Steinmeier kondoliert dem französischen Außenminister Fabius.

Steinmeier kondoliert dem französischen Außenminister Fabius.

Steinmeier kondoliert dem französischen Außenminister Fabius.

Aus dem Krisenstab hieß es am Wochenende, dass sich Frankreich-Reisende in den nächsten Tagen auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen einstellen sollten. Die französische Regierung hatte noch am Freitagabend den Ausnahmezustand erklärt und in diesem Rahmen auch Kontrollen an den Landesgrenzen zu Deutschland eingeführt. Es könne daher im Reiseverkehr vorübergehend zu Einschränkungen kommen.

Da das öffentliche Leben und die Stimmung in Frankreich in den nächsten Tagen durch den Eindruck der fürchterlichen Ereignisse gedrückt bleiben werde, rate man allen Reisenden, dies zu respektieren, sich umsichtig zu bewegen und den Anweisungen der französischen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten. Wichtig sei, so die Vertreter des Krisenstabs, sich über die Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts über die Lageentwicklung zu informieren.

Steinmeier kondoliert Fabius

Außenminister Steinmeier traf sich am Sonntag (14.11.) in Wien noch vor Beginn der Syrien-Beratungen mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius und drückte ihm auch im Namen der Bundesregierung seine Anteilnahme und sein Mitgefühl mit den Opfern des Anschlags aus. Steinmeier sagte: "Die Dimension des Grauens (…) übersteigt die Vorstellungskraft eines Jeden (...). Was als Fußballfest (…) begann, endete als Inferno des Terrors." Deutschland stehe in dieser Stunde des Leidens und der Verzweiflung in Frankreich fest an der Seite der französischen Freunde.

Deutschland trauert mit den französischen Freunden

Auch in Deutschland brach sich am Wochenende die Trauer und das Entsetzen bahn. Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte Frankreich am Samstag die deutsche Solidarität und Unterstützung. Später trug sie sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Bundeskabinetts in das Kondolenzbuch in der französischen Botschaft in Berlin ein. Dort war zuvor bereits Bundespräsident Joachim Gauck zu einem Kondolenzbesuch gewesen. Auch er trug sich in das Kondolenzbuch ein und schrieb: "In tiefer Trauer und großer Bestürzung stehen wir in Deutschland an der Seite unserer französischen Freunde. Und wir stehen an ihrer Seite, wenn wir verteidigen, was sie in Europa einst ins Leben riefen: Liberté Egalité Fraternité."

Aber nicht nur der Bundespräsident und die Bundesregierung trauern mit Frankreich. Viele Menschen haben seit den Anschlägen am Freitagabend Blumen vor der französischen Vertretung in Berlin niedergelegt und Botschaften der Solidarität und des Mitgefühls hinterlassen. In einer dieser Nachrichten heißt es: "Nach Paris reisen die Liebenden. Sie ist die Stadt des Lebens und der Freiheit. Verteidigen wir sie. Aber nicht mit Hass. Hass ist die Sprache des Todes, nicht des Lebens." 

Am Samstags - und Sonntagabend versammelten sich jeweils mehrere Hundert Berliner vor dem in den französischen Farben erleuchteten Brandenburger Tor um ihrer Trauer um die Opfer des Terroranschlags und ihre Solidarität mit Frankreich zum Ausdruck zu bringen.

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Stand 14.11.2015

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