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Strategischer Dialog zwischen Deutschland und China geht in die 3. Runde

Der "Strategische Dialog" zwischen Deutschland und China in Berlin: Nach dem ersten Treffen bei G20 in Bonn im Februar des Jahres traf Außenminister Gabriel seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi heute (26.4.) zu ausführlichen Beratungen. Außen- und sicherheitspolitische Themen, allem voran Nordkoreas Atomprogramm, standen auf der Agenda.

Nordkoreas Atomprogramm ganz oben auf der Agenda

Deutschland und China teilten in der internationalen Politik viele gemeinsame Interessen, sagte Außenminister Gabriel beim Besuch seines chinesischen Amtskollegen Wang in der Villa Borsig in Tegel. Besonders in Zeiten des Umbruchs sei auf beiden Seiten das Interesse groß, multilaterale Prozesse der Krisenbewältigung zu stärken.

Im Mittelpunkt des Dialogs ging es diesmal vor allem Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm und die Kernfrage, wie der Entwicklung des gegen internationale Verträge verstoßenden nordkoreanischen Nuklearprogramms Einhalt geboten werden kann. Beide Minister waren sich einig: Eine nachhaltige und dauerhafte Lösung des Konflikts könne letztlich nicht allein durch Sanktionen, sondern nur in Verbindung mit Verhandlungen gefunden werden. Gabriel dazu: "Wir sind sehr froh darüber, dass auch China die Auffassung vertritt, dass dieses Nuklearprogramm gestoppt und schrittweise eine Denuklealisierung der koreanischen Halbinsel erzeugt werden muss."

Schritt für Schritt: Partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen

Außenminister Gabriel im Dialog mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi vor der Villa Borsig

Außenminister Gabriel im Dialog mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi vor der Villa Borsig
© Gottschalk/photothek.net

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Außenminister Gabriel im Dialog mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi vor der Villa Borsig

Außenminister Gabriel im Dialog mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi vor der Villa Borsig

Außenminister Gabriel im Dialog mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi vor der Villa Borsig

Die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen standen ebenfalls im Fokus. Gabriel wies darauf hin, dass China "die Öffnung seiner Märkte Schritt für Schritt vollziehen muss", man sich aber einig sei, dass "wir eine Partnerschaft mit gleichen Bedingungen für chinesische Unternehmen in Deutschland und Europa wie für deutsche Unternehmen in China brauchen". Auf diesem Weg gebe zwar noch eine ganze Reihe von Aufgaben zu bewältigen, aber dies sei ein gemeinsames Ziel, welches beide Länder miteinander verfolgen.

Mehr Austausch zwischen Deutschland und China

Thema der bilateralen Gespräche war auch die Komponente der Beziehungen, die sich im zivilgesellschaftlichen Austausch niederschlägt: Begegnungen zwischen Bürgern, Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden beider Länder. Im Rahmen eines geplanten deutsch-chinesischen Praktikantenabkommens sollen deshalb junge Leute aus Deutschland und China möglichst bald Erfahrungen im jeweiligen Partnerland sammeln können. Auch der bestehende deutsch-chinesische Jugendaustausch soll weiter gefördert werden.

Zum Weiterlesen:

Länderinformationen China


Stand 26.04.2017

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