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Brücken zwischen Deutschland und China bauen

Das Kulturjahr Chinas in Deutschland 2012 soll den Reichtum und die Vielfalt heutiger chinesischer Kultur ins Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit rücken. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe am 30. Januar im Konzerthaus Berlin zeigte sich Staatsministerin Cornelia Pieper überzeugt, dass das Kulturjahr den Horizont über Chinas kulturelle Tradition hinaus hin zu einem vertieften Verständnis über das China von heute erweitern werde. Im Auswärtigen Amt hatte Pieper zuvor den chinesischen Kulturminister Cai Wu empfangen.

Bei der bis zum September 2012 dauernden Veranstaltungsreihe können Besucher auf öffentlichen Plätzen in Hamburg, Düsseldorf, Leipzig, Frankfurt am Main und München jeweils einwöchige Kulturfeste unter dem Namen "China? China! China..." erleben. Eröffnet wurde das Kulturjahr am 30. Januar in Anwesenheit von Staatsministerin Pieper und Minister Cai Wu mit einem Konzert der Pekinger Philharmonie im Konzerthaus Berlin. Politisch steht das Kulturjahr vor dem Hintergrund des vierzigjährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und China in diesem Jahr. Staatspräsident Hu Jintao und der Bundespräsident haben gemeinsam die Schirmherrschaft übernommen.

In ihrer Rede sagte Staatsministerin Pieper, Großveranstaltungen wie das Kulturjahr seien "unverzichtbare Impulsgeber für unseren kulturellen Austausch". Unabdingbar sei aber auch die gegenseitige Präsenz vor Ort. China ist in Deutschland mit elf Konfuzius-Instituten und einem großen Kulturinstitut in Berlin engagiert. Deutschland unterhält seit 1988 in Peking ein Goethe-Institut und würde gern ein weiteres Institut in Shanghai eröffnen.

Kunst und Freiheit

Lebhafte Diskussionen und Debatten zwischen chinesischen und deutschen Kulturschaffenden, auch über kritische Themen wie Menschenrechte, seien "Ausweis der Reife und Intensität" der deutsch-chinesischen Beziehungen, so Pieper: "Die Kraft unserer Freundschaft hält diesen Debatten stand." Die Freiheit, die Kunst und Kultur genießen, sei "immer auch Gradmesser für die Menschlichkeit einer Gesellschaft".

Staatsministerin Pieper begrüßt Kulturminister Cai Wu © AA

Staatsministerin Pieper begrüßt Kulturminister Cai Wu
© AA

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Staatsministerin Pieper begrüßt Kulturminister Cai Wu

Staatsministerin Pieper begrüßt Kulturminister Cai Wu

Staatsministerin Pieper begrüßt Kulturminister Cai Wu

Vor der Eröffnungsfeier des Kulturjahres hatte sich Cornelia Pieper mit Minister Cai Wu im Auswärtigen Amt getroffen. Nach dem Gespräch erinnerte sie daran, dass Deutschland sich in den Jahren 2007 bis 2010 seinerseits mit der Veranstaltungsreihe "Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung" in China präsentiert hat. Rund 1,8 Millionen Chinesen nahmen insgesamt an den Einzelveranstaltungen in sechs chinesischen Metropolen teil. Der Sinn solcher Kulturjahre sei es, "dass man Brücken zwischen den Zivilgesellschaften" baut, hob die Staatsministerin hervor. Man wolle vor allem auch Kreative aus beiden Ländern zusammenbringen.

Zudem zeigt Deutschland derzeit im chinesischen Nationalmuseum in Peking eine umfassende Schau der "Kunst der Aufklärung", zu deren Finissage Staatsministerin Pieper Ende März 2012 reisen wird.


Stand 31.01.2012