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"Bundesmigrantinnen"
Bilder der Migration im öffentlichen Raum

Welche Fragen stellt sich eine Türkin, wenn sie an ihre Heimat denkt? Und eine Iranerin? Wie fühlen sich Flüchtlinge aus Afghanistan oder dem Kosovo im regnerischen Hamburg oder im urbanen Berlin?

Die Gruppe migrantas ist ein internationales Kollektiv von Künstlerinnen. Migrantas hat es sich zur Aufgabe gemacht, künstlerisch sichtbar zu machen, was Migrantinnen unterschiedlichster Herkunftsländer über ihre neue Heimat denken, mit welchen Sorgen sie kämpfen, was sie sich erhoffen, wovon sie träumen. In den von migrantas geleiteten Workshops tauschen die Frauen ihre Erfahrungen aus, und jede einzelne bringt sich mit einer Skizze zum Ausdruck. Anschließend bearbeitet migrantas diese Zeichnungen und entwickelt daraus Piktogramme.

Um die Teilnehmerinnen zu erreichen, arbeitet das Kollektiv mit lokalen Einrichtungen zusammen.

Die Ergebnisse der Workshops werden in vielfältiger Weise im Stadtbild sichtbar: Die Piktogramme erscheinen auf Werbeplakaten, als digitale Animationen im U-Bahn-Fernsehen, auf Flyern oder auf Tragetaschen.

Das Projekt "Bundesmigrantinnen" ist bislang in Berlin, Hamburg und Köln erfolgreich gelaufen. Es folgten die Projekte "Sevilla Plural", "Hier und dort Heimat" in Friedrichshafen und "Europa-Kind + Europa-Schule" in Berlin, bei denen unter anderem mit Schülerinnen und Schülern neue Piktogramme entwickelt wurden.

2011 war das Kollektiv migrantas einer der Preisträger des „Hauptstadtpreises für Integration und Toleranz“ der Initiative Hauptstadt Berlin e.V.


Stand 07.03.2012

Von der Zeichnung zum Piktogramm

(c) www.migrantas.org