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Maßnahmen der Außenwissenschaftspolitik
Deutsch lernen am Studienkolleg der Uni Frankfurt
© Hofmann/DAAD
Mit der „Initiative Außenwissenschaftspolitik“ wird das bestehende Instrumentarium zur Förderung des wissenschaftlichen Austausches verstärkt und durch neue Maßnahmen erweitert.
Hier ein Überblick:
Aufbau von Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern
Wir erhöhen die Sichtbarkeit der deutschen Wissenschaft im Ausland durch den Aufbau von Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern. Sie sollen bereits bestehende oder zukünftige Strukturen deutscher Wissenschaftseinrichtungen vor Ort bündeln – ob Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und DAAD, oder auch forschende deutsche Unternehmen und Büros deutscher Hochschulen. So bieten wir im Ausland ein Schaufenster für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland mit seiner Größe und Vielfalt.
Einrichtung von Exzellenzzentren der Forschung und Lehre
Unter Mitwirkung deutscher Hochschulen werden exzellente Wissenschaftseinrichtungen entwickelt, so genannte Exzellenzzentren der Forschung und Lehre. Die Partnereinrichtungen im Ausland verfügen über eine hohe wissenschaftliche Qualität, wirtschaftliche Anziehungskraft und kulturpolitische Ausstrahlung. So wird ein weltweites Netz von „Leuchttürmen“ wissenschaftlicher Zusammenarbeit aufgebaut.
Die sechs Stipendiaten deutscher Auslandsschulen in Ägypten
© AA
Ausbau des Stipendienangebots
Das Angebot an Stipendien wird ausgebaut und qualitativ verbessert. So ermöglichen wir den bereits Deutschland-kundigen Absolventen Deutscher Auslandsschulen die Möglichkeit zum Studium in Deutschland. Hier können sie ihre Kenntnisse und Bindungen zu unserem Land ausbauen. Daneben fördert ein neues Stipendienprogramm hochqualifizierte ausländische Akademiker nach Abschluss des Studiums in Deutschland. Wir bieten diesen zukünftigen Eliten damit beste Möglichkeiten zu ihrer eigenen Weiterentwicklung am Standort Deutschland. Um die besten Köpfe zu gewinnen und zu halten werden auch die Forschungsstipendien attraktiver.
Beitrag zu Demokratie und Stabilität
Zudem wollen wir durch den Austausch von Wissen auch Werte vermitteln und so zur demokratischen Entwicklung in den beteiligten Ländern beitragen. Gerade hier sind die Ziele von Außenpolitik und Außenwissenschaftspolitik aufs Engste miteinander verwoben. Die Außenwissenschaftsinitiative legt daher auch einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Hochschulen in Konfliktregionen und Transformationsländern.
Unterstützung des weltweiten Zugangs zum Deutsch-Lernen
Und nicht zuletzt: Grundlage für den gemeinsamen Austausch ist die gemeinsame Sprache. Zum Erlernen der deutschen Sprache bieten moderne Technologien, wie das Internet, bisher unbekannte Möglichkeiten. Dieses Angebot unterstützen wir und bauen somit den weltweiten Zugang zum Deutsch-Lernen aus.
Mit der Förderung von drei Masterstudiengängen „Deutsch als Fremdsprache“ erhalten ausländische Stipendiaten die Chance, sich in Deutschland zu qualifizierten, modern ausgebildeten Deutschlehrern weiterzubilden.
Stärkung und Ausbau der Regionalwissenschaften
Das Spezialwissen in einzelnen „Orchideenfächern“ wie Kaukasiologie oder Koreanistik ist gerade für die Außenbeziehungen unseres Landes – ob in Wirtschaft oder Kultur – von hoher Bedeutung.
Stand 03.05.2011
