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Internationales Bildungsfest in Berlin

Im Rahmen des zum zweiten Mal stattfindenden Bildungsfests wurde das Netzwerk einer breiteren deutschen Öffentlichkeit vorgestellt - außerdem wurden Initiativen für innovatives Lernen ausgezeichnet. An mehr als 1500 geförderten Schulen auf fünf Kontinenten kommen Schüler im Rahmen der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) mit der deutschen Sprache und Kultur in Kontakt. 

Darunter finden sich die 140 Deutschen Auslandsschulen ebenso wie Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der Länder anbieten oder von Experten für den Unterricht betreute Fit-Schulen. Die durch das Auswärtige Amt initiierte und koordinierte Initiative wird gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Goethe Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst umgesetzt.

Staatsministerin Pieper beim Bildungsfest

Staatsministerin Pieper beim Bildungsfest
© AA

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Staatsministerin Pieper beim Bildungsfest

Staatsministerin Pieper beim Bildungsfest

Staatsministerin Pieper beim Bildungsfest

Die Initiative für das Internationale Bildungsfest ging von Staatsministerin Cornelia Pieper aus. Beim ersten Bildungsfest im September 2011 präsentierte Außenminister Guido Westerwelle auch die neue Konzeption für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Das Internationale Bildungsfest soll die Relevanz der deutschen Bildungsförderung im Ausland auch für gesellschaftlich relevante Fragen im Inland veranschaulichen. 

Die Veranstaltung in diesem Jahr stand daher unter dem Schwerpunktthema "Demographie und Fachkräftesicherung". Angesichts der demographischen Trends und der Entwicklungen auf dem Fachkräftemarkt komme der Bildungsförderung im Ausland in Zukunft eine noch wichtigere Rolle zu, so Staatsministerin Pieper. Die Deutschen Auslandsschulen nannte sie "Leuchttürme der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik". Heute entscheide Bildung darüber, ob eine Gesellschaft Beschäftigung und Wohlstand langfristig sichern kann, so Pieper weiter. 

Der Integrationsbeirat der Bundesregierung nennt in seinen im April veröffentlichten "Empfehlungen für einen gesamtgesellschaftlichen Paradigmenwechsel in der Einwanderungspolitik im Sinne einer Willkommenskultur" das Auslandsschulwesen "einen der Schlüssel zur Bewältigung des sich verstärkenden Fachkräftemangels in Deutschland". Im Rahmen von mehreren Fachveranstaltungen werden das Schwerpunktthema sowie die Rolle der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik mit Vertretern aus der Wirtschaft, dem Bildungswesen, aber auch mit jungen Absolventinnen und Absolventen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Exzellenzinitiative innovatives Lernen

Staatsministerin Pieper mit Schülern im digitalen Klassenzimmer

Staatsministerin Pieper mit Schülern im digitalen Klassenzimmer
© Photothek / Trutschel

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Staatsministerin Pieper mit Schülern im digitalen Klassenzimmer

Staatsministerin Pieper mit Schülern im digitalen Klassenzimmer

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Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurden die Sieger der diesjährigen Ausschreibung für die "Exzellenzinitiative innovatives Lernen" ausgezeichnet. Diese Exzellenzinitiative ist eine Ausstattungs- und Qualifizierungsinitiative. Sie will zukunftsweisende pädagogische Neuerungen an ausgewählten deutschen Auslandsschulen fördern und die Vermittlung zukunftsrelevanter Kompetenzen, etwa in Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MINT), bei der Kreativität und in unternehmerischen Kompetenzen unterstützen. Die "Exzellenz-Initiative innovatives Lernen" wurde von Staatsministerin Cornelia Pieper initiiert und steht unter ihrer Schirmherrschaft.

Die Preisträger 

In diesem Jahr wurden ausgezeichnet:

  • Die German International School Boston und die German International School Silicon Valley mit dem Projekt "Globale Schule macht Schule", bei dem die elften Klassen der beiden Schulen mit Hilfe von Skype- und Konferenztechnik trotz ihrer Lage an zwei entgegengesetzten Seiten eines Kontinentes gemeinsam unterrichtet werden. 
  • Die Deutsche Schule Cuenca mit dem Projekt "Spaß an Wissenschaft", bei dem die Schule als Leuchtturmprojekt ecuadorianische Lehrer in Bereichen wie biologische Vielfalt, Wasser, Energie und Elektrizität weiterbildet und dabei gezielt auf moderne Unterrichtsmittel wie etwa "Mobillabors" zurückgreift.
  • Das Istanbul Lisesi mit dem Projekt "MINT-Vernetzung in Echtzeit", bei dem die Schule mit Hilfe von Videokonferenztechniken mit der TU Kaiserslautern und vier deutschen Schulen im Bereich des MINT-Unterrichts kooperiert.
  • Die Deutsche Schule La Paz mit dem Projekt "Medienbasiertes Lernen", bei dem ein breit angelegtes Nutzungskonzept moderner Medien, wie etwa interaktiver Whiteboards, unter Einbeziehung des gesamten Kollegiums realisiert werden soll.
  • Die Deutsche Schule Moskau mit dem Projekt "Aufbau einer Lernwerkstatt für eine neue Lernkultur", bei dem bereits im Grundschulbereich Schüler zum eigenständigen recherchieren und experimentieren animiert werden.
  • Die Deutsche Europäische Schule Singapur mit dem Projekt "Experimentalstudio MINT: Polytechnik und Design für die Zukunft", bei dem mit der Einrichtung eines vollwertigen Design- und Technologiestudios für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit geschaffen werden soll, projektbezogen und interdisziplinär an kreativen Problemlösungen zu arbeiten.

Stand 14.09.2012

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