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Die Ernst-Reuter-Initiative für Dialog und Verständigung zwischen den Kulturen

Die Ernst-Reuter-Initiative (ERI) stärkt die deutsch-türkische Zusammenarbeit in Kunst und Kultur, Politik und Medien, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft. Sie wurde im September 2006 von den Außenministern Deutschlands und der Türkei ins Leben gerufen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. 

In seiner Rede anlässlich der Vorstellung der Ernst-Reuter-Initiative am 07.09.2006 sagte Außenminister Steinmeier, die Initiative sei "ein Zeichen, das Ausdruck des gegenseitigen Verständnisses und der gemeinsamen Anstrengungen ist. Das darstellt, wie viel an positiver gelebter Wirklichkeit in unseren Gesellschaften bereits vorhanden ist. Und das an alle gesellschaftlichen Bereiche appelliert, sich dieser gemeinsamen Aufgabe zu widmen."

Die Ernst-Reuter-Initiative will öffentliche Aufmerksamkeit und Unterstützung für Ideen, Projekte und Programme schaffen, die den interkulturellen Dialog in besonderer Weise fördern und für diesen werben.

Erinnerung an die gemeinsame Geschichte

Ernst Reuter

Ernst Reuter
© Landesarchiv Berlin

Benannt ist die Initiative nach dem Sozialdemokraten Ernst Reuter, der zur Zeit des Nationalsozialismus in der Türkei Zuflucht fand. Dort war er unter anderem als Berater im Wirtschaftsministerium tätig, bevor er nach Kriegsende nach Berlin zurückkehrte und dort 1948 zum Oberbürgermeister (ab 1950: Regierenden Bürgermeister) gewählt wurde.

Viele NS-Verfolgte, die in den 30er und 40er Jahren von der Türkei aufgenommen wurden, haben bis heute eine innige Beziehung zu ihrem Gastland bewahrt. So ist es ebenfalls ein Anliegen der Initiative, an die gemeinsame Geschichte beider Länder zu erinnern und aus dieser Perspektive ein produktives und vertrauensvolles Miteinander auch in Zukunft weiter zu stärken.

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Stand 04.10.2016

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