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Lernen ohne Grenzen  – Konferenz der Auslandsschulen in Berlin

Mehr als 130 Schulleiterinnen und Schulleiter treffen sich ab heute (04.01.) in Berlin. Ihre Schulen sorgen nicht nur dafür, dass auf der ganzen Welt Kinder auf Deutsch unterrichtet werden: Von Chile bis Indonesien können deutsche und einheimische Kinder gemeinsam das Abitur ablegen – eine Begegnung fürs Leben.

Von Asunción bis Shanghai: „Guten Morgen“  hallt es um acht Uhr morgens nicht nur in Deutschland durch die Klassenzimmer, sondern auch in den deutschen Auslandsschulen rund um den Globus.  Wer eine deutsche Schule im Ausland besucht, lernt an einem besonderen Ort.  Denn auf dem Lehrplan der mehr als 140 Auslandsschulen stehen nicht nur Mathe, Englisch oder Deutsch: Die Auslandsschulen sind  Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs. Denn meistens lernen hier nicht nur die Kinder von im Ausland lebenden Deutschen, sondern vor allem auch einheimische Kinder. Denn weltweit genießt das deutsche Bildungssystem einen exzellenten Ruf.

Die meisten deutschen Schulen im Ausland sind Begegnungsschulen: Unterrichtet wird sowohl auf Deutsch, als auch in der Landessprache. Die deutschen und die einheimischen Schülerinnen und Schüler lernen so von klein auf zwei Sprachen und Kulturen kennen. Ihre Schulzeit können sie mit dem deutschen Abitur abschließen, sodass ihnen der Weg zu deutschen Hochschulen und dem deutschen Arbeitsmarkt offensteht.

Orte der Begegnung schaffen

Außenminister Steinmeier an der deutschen Schule Madrid

Außenminister Steinmeier an der deutschen Schule Madrid
© photothek.net

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Außenminister Steinmeier an der deutschen Schule Madrid

Außenminister Steinmeier an der deutschen Schule Madrid

Außenminister Steinmeier an der deutschen Schule Madrid

Rund zwei Drittel der Schüler Deutscher Auslandsschulen kommen aus den Gastländern. Viele besuchen nach dem Abitur deutsche Universitäten und bleiben Deutschland auch beruflich verbunden. So entstehen Netzwerke, auf die sich Außenpolitik, Exportwirtschaft und Kultur stützen können. Um dieses Potential noch besser auszuschöpfen, bietet die Bundesregierung über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) den leistungsstärksten ausländischen Absolventen seit 2001 Vollstipendien für ein Hochschulstudium in Deutschland an.

Das Auslandsschulwesen ist darum ein wichtiger Baustein der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Unter der Fachaufsicht des Auswärtigen Amts fördert und berät die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) die Deutschen Auslandsschulen. Als wichtigste Ziele hat sich das Auswärtige Amt dabei gesetzt, Orte der Begegnung mit Gesellschaft und Kultur des Gastlandes zu schaffen, die Schulversorgung deutscher Kinder im Ausland zu sichern und weltweit Deutsch als Fremdsprache zu fördern.

Weltumspannendes Netz

Die deutschen Auslandsschulen bilden ein Netz, das die ganze Welt umspannt. Mehr als 80.000 Schülerinnen und Schüler in 70 Ländern lernen an deutschen Schulen. Zusätzlich fördert das Auswärtige Amt mehr als 1000 Schulen, die intensiven Deutschunterricht und das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten. Auf diese Weise werden jährlich zusätzlich weitere 300.000 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Die Schulleiter und Lehrer der Auslandsschulen begegnen immer wieder besonderen Herausforderungen. Wie funktioniert Inklusion in Schweden? Mit welchem Konzept wird in Erbil das Schulgebäude am besten geschützt? Und wie begeistert man japanische Abiturienten für ein Studium in Deutschland? Die jährliche Tagung der Schulleiterinnen und -leiter ist für das Netzwerk der deutschen Auslandsschulen sehr wichtig. Hier werden die wichtigsten Entwicklungen im Bildungsbereich diskutiert und neue Strategien für das Auslandsschulwesen entwickelt. Hier erfahren Sie mehr dazu:

Deutsche Schulen im Ausland


Stand 04.01.2017

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