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Europa-Staatsminister Roth in New York

Der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt Michael Roth hat am 9. Mai an einer hochrangigen Debatte zur aktuellen Lage der Friedens- und Sicherheitspolitik der Vereinten Nationen in New York teil genommen. Darüber hinaus führte er Gespräche mit dem stellvertretenden UN-Generalsekretär Jan Elliasson und der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag. Auch Treffen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Diskussionen mit Studierenden und ein Empfang mit den deutschen UN-Mitarbeitern standen auf dem Programm.

Große Bedeutung der UNO für die Lösung internationaler Probleme

In seiner Rede bei der Debatte "In a World of Risks: A New Commitment for Peace" hob der deutsche Staatsminister die große Bedeutung der Vereinten Nationen bei der Lösung fast aller anstehenden internationalen Probleme hervor. Deutlich wandte sich Roth gegen diejenigen Stimmen, die die UN für nicht mehr zeitgemäß hielten. Die Vereinten Nationen sind und bleiben das einzig umfassende globale Forum, so Roth. Zugleich mahnte er aber dringend notwendige Reformen an und skizzierte die dabei aus deutscher Sicht fünf wichtigen Reformfelder.

Rede von Staatsminister Roth in der UN-Generalversammlung (in englischer Sprache)

Wichtiges Thema: weltweite Flüchtlingssituation

Michael Roth mit der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag

Michael Roth mit der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag
© AA

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Michael Roth mit der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag

Michael Roth mit der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag

Michael Roth mit der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag

Bei seinen Gesprächen mit dem stellvertretenden UN-Generalsekretär Jan Elliasson und der UN-Sonderkoordinatorin für Libanon, Sigrid Kaag, stand die weltweite Flüchtlingssituation im Fokus. Dabei hoben Eliasson und Kaag gleichermaßen die große Unterstützung der internationalen Gemeinschaft durch Deutscland hervor.

So habe Deutschland allein für den Libanon im Jahr 2016 330 Millionen Euro zugesagt und leiste nicht nur damit wesentliche Unterstützung in der angespannten Situation. UN-Sonderkoordinatorin Kaag hob die dramatische Situation hervor: "In den täglichen Meldungen und angesichts der zahlreichen Krisen, droht der Libanon zuweilen in den Hintergrund zu treten. Ich kann davor nur warnen, denn die vermeintliche derzeitige Stabilität ist äußerst fragil."

Diskussionen über Europa

Anlässlich des Europatags nutzte der deutsche Staatsminister auch die Gelegenheit, mit deutschen Studierenden und Praktikanten ins Gespräch zu kommen und mit ihnen über Europa zu diskutieren. Natürlich stand auch dort die Flüchtlingskrise und das aktuelle EU-Türkei-Abkommen im Zentrum der Gespräche. "Zuweilen hilft für uns Europäer der Blick von außen, um zu erkennen, welch großes Privileg es ist, in einem friedlichen und vereinten Europa zu leben. Dieses Geschenk sollten wir nicht leichtfertig wieder hergeben. Dafür lohnt jeder Einsatz", sagte Roth.

Besonders beeindruckt war Staatsminister Roth vom Treffen mit Mitgliedern der weltweit größten jüdischen LGBTI*-Gemeinde, der Congregation Beit Simchat Torah. 

Rabbi Bauer konnte mit seinen Mitstreitern auf mehr als vier Jahrzehnte Einsatz für Gleichberechtigung und Anerkennung zurückschauen und mit der neuen Synagoge ein lebendiges Begegnungszentrum für Juden und Nicht-Juden präsentieren.

*LGBTI: Lesbian, gay, bi-, trans- and intersexual


Stand 09.05.2016

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