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Die Deauville-Partnerschaft: Unterstützung des Wandels in der Arabischen Welt

Als Reaktion auf den "Arabischen Frühling" wurde beim G8-Gipfel in Frankreich im Mai 2011 die Deauville-Partnerschaft ins Leben gerufen.

Sie hat zum Ziel, in den Umbruchsländern Tunesien, Ägypten, Marokko, Jordanien, Libyen und Jemen politische Reformen zu fördern und ökonomische Rahmenbedingungen zu schaffen, die nachhaltiges und inklusives Wachstum begünstigen. Wichtige regionale Partner (Türkei, Saudi-Arabien, Qatar, Kuwait und Vereinigte Arabische Emirate) sollen eingebunden und die Abstimmung der Internationalen Finanzinstitutionen (z.B. Internationaler Währungsfonds, Weltbank, Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) soll verbessert werden.

Seit 2011 fanden zahlreiche Treffen auf Ebene der Minister und Hohen Beamten sowie verschiedene hochrangige Konferenzen statt, die Themen wie Gute Regierungsführung, Förderung der Zivilgesellschaft, Schaffung von Arbeitsplätzen, Unterstützung Kleiner und Mittlerer Unternehmen, inklusives Wachstum sowie Frauenförderung gewidmet waren.

Im Mai 2015 verabschiedeten die G7 und die Deauville-Partner den von der deutschen Präsidentschaft erarbeiteten Pakt für Wirtschaftliche Regierungsführung (Deauville Compact on Economic Governance). Dieser enthält einen umfangreichen Katalog von Empfehlungen zu sozio-ökonomischen Reformen und hat sich seither zu einem Hauptelement der Deauville-Partnerschaft entwickelt.

Deauville Compact on Economic Governance (PDF, 310 KB)

Staatssekretär Steinlein bei der Eröffnung der Deauville-Konferenz zu Wirtschaftlicher Regierungsführung bei der OECD in Paris am 6. Mai 2015.

Staatssekretär Steinlein bei der Eröffnung der Deauville-Konferenz zu Wirtschaftlicher Regierungsführung bei der OECD in Paris am 6. Mai 2015.
© AA

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Staatssekretär Steinlein bei der Eröffnung der Deauville-Konferenz zu Wirtschaftlicher Regierungsführung bei der OECD in Paris am 6. Mai 2015.

Staatssekretär Steinlein bei der Eröffnung der Deauville-Konferenz zu Wirtschaftlicher Regierungsführung bei der OECD in Paris am 6. Mai 2015.

Staatssekretär Steinlein bei der Eröffnung der Deauville-Konferenz zu Wirtschaftlicher Regierungsführung bei der OECD in Paris am 6. Mai 2015.

Der MENA-Transition-Fund ist das Finanzierungsinstrument der Deauville-Partnerschaft. Er wird hauptsächlich von den G7-Partnern getragen (Kapitalisierungsziel 250 Mio. USD) und dient der Förderung von Reformprojekten in den sechs Zielländern. Bisher wurden 77 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 220 Mio. USD durchgeführt bzw. auf den Weg gebracht.

Italien, das 2017 die Präsidentschaft der Deauville-Partnerschaft innehat, legt in seinem Programm den Schwerpunkt auf die Entwicklung des Humankapitals in den Zielländern.


Stand 11.05.2017

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