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Aufklärung über deutsche Asylpolitik im Ausland

Viele Menschen, die sich auf den Weg nach Europa machen, werden auch von falschen Versprechungen von Schleppern und von Gerüchten über die Situation in Deutschland zur Flucht gebracht. Die Bundesregierung tritt diesen Gerüchten mit einer Aufklärungskampagne entgegen. 

Aufklärungskampagne der deutschen Botschaft Beirut

Aufklärungskampagne der deutschen Botschaft Beirut
© Deutsche Botschaft Beirut

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Aufklärungskampagne der deutschen Botschaft Beirut

Aufklärungskampagne der deutschen Botschaft Beirut

Aufklärungskampagne der deutschen Botschaft Beirut

"Jedem Flüchtling, der nach Deutschland kommt, steht ein Haus zu." Dieses Gerücht machte vor ein paar Wochen in sozialen Netzwerken im Libanon die Runde. Die deutsche Botschaft stellte die Falschmeldung richtig und informierte über die tatsächliche Lage von Asylbewerber in Deutschland.  

Viele der Flüchtlinge, die sich auf den Weg nach Deutschland machen, kommen mit falschen Vorstellungen. Dies liegt unter anderem an Schleppern, die gezielt Fehlinformationen über eine vermeintlich sichere Überfahrt nach Europa, über Aufnahmechancen und über die Lebensbedingungen in Deutschland streuen. Um diese richtig zu stellen, informieren deutsche Botschaften und Informationszentren weltweit über Aufnahmechancen und -bedingungen von Flüchtlingen in Deutschland.

Realistische Einschätzung von Bleibeperspektiven

Das Ziel dieser Anstrengungen ist Aufklärung, damit Flüchtende ihre Perspektiven in Europa besser einschätzen können. 

Die deutschen Botschaften und Informationszentren beobachten soziale Netzwerke und klassische Medien, um gezielt falsche Gerüchte aufzuspüren und richtig zu stellen.

Es wird aber auch über von Deutschland geförderte Bildungs- und Entwicklungsprogramme informiert, die in den Herkunftsländern- und Erstaufnahmeländern den Menschen eine Perspektive bieten sollen.

Facebook, Twitter, Radio

Plakataktion in Kabul

Plakataktion in Kabul
© DW / Sirat

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Plakataktion in Kabul

Plakataktion in Kabul

Plakataktion in Kabul

Die Ansprache der Bevölkerung erfolgt vor Ort in ganz unterschiedlicher Form. Unter syrischen Flüchtlingen spielt Facebook die zentrale Rolle. In Afrika gilt eher das Radio als beste Möglichkeit, die Zielgruppe anzusprechen.

In Afghanistan startete die Deutsche Botschaft eine Plakatkampagne, die über die Widrigkeiten und Risiken einer Auswanderung aufklären und dazu ermuntern soll, am Aufbau des Landes mitzuarbeiten. "Afghanistan verlassen? Sind Sie sicher?" und "Afghanistan verlassen? Haben Sie das gut durchdacht?". Diese Fragen plakatiert die deutsche Botschaft in Großstädten in Afghanistan auf den lokalen Sprachen Dari und Paschtu.

 Auch über Twitter und Facebook klärt die Botschaft unter dem Hashtag #RumoursAboutGermany nicht nur über die Asylpolitik Deutschlands auf, sondern tritt auch dem Gerücht entgegen, Deutschland ziehe sich aus dem Wiederaufbau Afghanistans zurück.

Viele Gerüchte entkräftet

Im Libanon, wo sich besonders viele syrische Flüchtlinge befinden, konzentriert die Botschaft ihre Informationspolitik auf Twitter und Facebook. Unlängst griffen die Mitarbeiter der Botschaft in Beirut aber auch zum Megaphon, um vor der Botschaft wartende Flüchtlinge über falsche Gerüchte aufzuklären. Zudem hat das deutsche Informationszentrum in Kairo ein Informationspapier auf Arabisch zur Verfügung gestellt, das auch von klassischen Medien aufgegriffen wird.

Viele der viral gewordenen, verklärenden Gerüchte wie zum Beispiel die Behauptung, Deutschland werde Schiffe zur Aufnahme von Flüchtlingen in den Nahen Osten schicken, sind so aus den sozialen Netzwerken verschwunden.

Auch das Gerücht, dass Flüchtlingen in Deutschland ein Haus zustehe, wird kaum noch verbreitet, was auch an der Aufklärungskampagne der deutschen Botschaft Beirut liegt.

Mehr zur Aufklärungskampagne in Afghanistan


Stand 25.11.2015

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