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Kultur des Dialogs – Dialog der Kultur

Als deutscher OSZE-Vorsitzender plädiert Außenminister Steinmeier für eine Verstärkung des kulturellen Austausches als Element von Sicherheit und Stabilität im OSZE-Raum.

Außenminister Steinmeier mit dem deutschen OSZE-Beauftragen Erler und den Autorinnen und Autoren am 12.1. im Auswärtigen Amt

Außenminister Steinmeier mit dem deutschen OSZE-Beauftragen Erler und den Autorinnen und Autoren am 12.1. im Auswärtigen Amt
© Photothek/Gottschalk

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Außenminister Steinmeier mit dem deutschen OSZE-Beauftragen Erler und den Autorinnen und Autoren am 12.1. im Auswärtigen Amt

Außenminister Steinmeier mit dem deutschen OSZE-Beauftragen Erler und den Autorinnen und Autoren am 12.1. im Auswärtigen Amt

Außenminister Steinmeier mit dem deutschen OSZE-Beauftragen Erler und den Autorinnen und Autoren am 12.1. im Auswärtigen Amt

Bei einer Veranstaltung im Weltsaal des Auswärtigen Amts hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Dienstag (12.1.) für eine Stärkung des "Dialogs der Kultur" geworben. In seiner Rede vor mehreren hunderten Gästen betonte er, wie wichtig Verständigung und kultureller Austausch als Elemente von Sicherheit und Stabilität im OSZE-Raum seien.

Im Beisein des deutschen OSZE-Beauftragten Gernot Erler rief Steinmeier zudem dazu auf, im Hinblick auf die kulturellen und zwischenmenschlichen Begegnungen im OSZE-Raum den "Geist von Helsinki in diesen stürmischen Zeiten neu zu beleben". Er erklärte weiter:

Die vertrauensbildende und zusammenführende Wirkung von Literatur und Musik, die soziale Kraft von Kultur insgesamt dürfte zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Schlussakte so manchem der Staatenvertreter nicht in vollem Umfang klar gewesen sein.

Zugleich mahnte Steinmeier, dass die Freiheit von Medien, Kunst und Kultur heute vielerorts wieder gefährdet sei.

Steinmeier: Geist von Helsinki neu beleben

Gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren Nino Haratischwili, Katja Petrowskaja und Andrei Pleșu ging es dabei um die grundlegenden außenpolitischen Herausforderungen im OSZE-Raum. Im Vordergrund stand auch die Bedeutung von Kultur für Brückenbildung und Verständigung zwischen Gesellschaften. Pleșu stehe dabei, betonte Außenminister Steinmeier, "wie kaum ein anderer für das politische und kulturelle Zusammenwachsens Europas nach 1989“ und die Vision einer „Einheit in Vielfalt".

Die Autorinnen Katja Petrowskaja und Nino Haratischwili zeigten in ihren Büchern "eine andere Dimension dieser gemeinsamen Geschichte und der gemeinsamen Geschichten unseres Kontinents" auf: Sie zeigte, so Steinmeier, wie eng verwoben der Erinnerungsraum zwischen Tiflis und Lemberg, zwischen Petersburg und Berlin sei und wie achtsam wir mit diesen Verbindungslinien umzugehen hätten.

Deutscher OSZE-Vorsitz knüpft auch an kulturelle Dimension an

Deutscher OSZE-Vorsitz: "Kultur des Dialogs, Dialog der Kultur"

Deutscher OSZE-Vorsitz: "Kultur des Dialogs, Dialog der Kultur"
© Photothek/Gottschalk

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Deutscher OSZE-Vorsitz: "Kultur des Dialogs, Dialog der Kultur"

Deutscher OSZE-Vorsitz: "Kultur des Dialogs, Dialog der Kultur"

Deutscher OSZE-Vorsitz: "Kultur des Dialogs, Dialog der Kultur"

Musikalisch wurde der Abend vom "Asasello Quartett" begleitet, das sich aus jungen Musikerinnen und Musikern unterschiedlicher Herkunft zusammensetzt. Für Steinmeier zeige dies, was für Deutschland und Europa gelte "aus der Verschiedenheit der Herkunft erwächst eine bessere gemeinsame Zukunft!". Partner der Veranstaltung waren zudem das Traduki-Netzwerk und die S. Fischer Stiftung

Damit knüpft der deutsche Vorsitz an die kulturelle Dimension der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) an. In der "Charta von Paris für ein neues Europa" von 1990 hatten die damaligen KSZE-Staaten den wesentlichen Beitrag der gemeinsamen europäischen Kultur und der gemeinsamen Werte zur Überwindung der Teilung des Kontinents anerkannt und sich verpflichtet, für die schöpferische Freiheit sowie für den Schutz und die Förderung des kulturellen und geistigen Erbes in Europa einzutreten.

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Stand 13.01.2016

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