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Steinmeier: "Wir sind in großer Trauer vereint"

In dem französischen Bergdorf Vernet haben am Donnerstag (26.03.) die Angehörigen der Absturzopfer von Flug 4U9525 gemeinsam mit Anwohnern und Helfern der Toten der Flugzeugkatastrophe gedacht. Die deutsche Botschafterin in Frankreich sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Auslandsvertretungen in Paris, Marseille und Straßburg sind ebenfalls vor Ort, um die Betreuung der Angehörigen zu unterstützen.

Ein neuer Gedenkstein steht auf einer Wiese vor der Bergkulisse der französischen Alpen: Die Gemeinde Le Vernet hat ihn in nur zwei Tagen für die Angehörigen der Absturzopfer erreichten lassen. Hier können sie um die Menschen trauern, die bei dem tragischen Flugzeugabsturz nur wenige Kilometer entfernt ihr Leben verloren haben - näher kommen sie aufgrund des unwegsamen Geländes nicht an die Absturzstelle heran.

Beim Absturz eines deutschen Airbus A320 in Südfrankreich sind am 24. März 2015 alle 144 Passagiere des Flugzeugs sowie sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, darunter 72 Deutsche. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab der Bundesregierung eingerichtet.

Trauerfeier in der improvisierten Kapelle in Vernet

Trauerfeier in der improvisierten Kapelle in Vernet
© AA

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Trauerfeier in der improvisierten Kapelle in Vernet

Trauerfeier in der improvisierten Kapelle in Vernet

Trauerfeier in der improvisierten Kapelle in Vernet

Gedenkzeremonie für die Angehörigen

In einer bewegenden Zeremonie gedachten am Donnerstagabend (26.03.) die aus vielen Ländern angereisten Familienmitglieder gemeinsam mit Einwohnern und Helfern der Opfer der Flugzeugkatastrophe. In einer zur Kapelle umfunktionierten Turnhalle wurde eine multikonfessionelle Andacht abgehalten, während der auch eine Botschaft von Papst Franziskus verlesen wurde. Geschmückt war die Kapelle mit Blumen, Kerzen und Zeichnungen von Schülern der Grundschule in Seyne-les-Alpes, die ihr Mitgefühl mit den Opfern und Angehörigen zum Ausdruck brachten.

Um die Betreuung der Angehörigen an der Absturzstelle zu unterstützen, sind auch die deutsche Botschafterin in Paris, Susanne Wasum-Rainer, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Auslandsvertretungen in Paris, Marseille und Straßburg vor Ort.

Dank an die französischen Einsatzkräfte

Außenminister Frank-Walter Steinmeier war noch am Tag des Absturzes (24.03.) gemeinsam mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt zur Unglücksstelle in Südfrankreich aufgebrochen. 

Nach einem Überflüg über die Unfallstelle im Helikopter und einer Unterrichtung durch die französischen Sicherheitskräfte erklärte Steinmeier:

Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens. Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich. Wir müssen Ihnen jetzt gemeinsam beistehen. Wir sind alle in großer Trauer vereint.

Im Namen der Bundesregierung dankte Steinmeier dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve, Transportministerin Ségolène Royal und allen französischen Einsatzkräften für ihren beispielhaften Einsatz. 

Am Mittwoch (25.03.) hatten auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande die Absturzstelle besucht. 

Außenminister Steinmeier leitet eine Sitzung des Krisenstabs zum Flugzeugabsturz

Außenminister Steinmeier leitet eine Sitzung des Krisenstabs zum Flugzeugabsturz

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Außenminister Steinmeier leitet eine Sitzung des Krisenstabs zum Flugzeugabsturz

Außenminister Steinmeier leitet eine Sitzung des Krisenstabs zum Flugzeugabsturz

Außenminister Steinmeier leitet eine Sitzung des Krisenstabs zum Flugzeugabsturz

Krisenstab im Auswärtigen Amt eingerichtet

Nach Bekanntwerden des Absturzes am späten Dienstagvormittag (24.03.) wurde im Auswärtigen Amt sofort ein Krisenstab der Bundesregierung eingerichtet, der umgehend unter Leitung von Außenminister Steinmeier zusammentrat. 

Im Krisenstab sind neben dem Auswärtigen Amt unter anderem das Bundesverkehrsministerium, das Luftfahrtbundesamt, das Bundeskriminalamt und der Leiter der Luftsicherheit der Lufthansa AG vertreten. Auch die Botschaft in Paris sowie die Generalkonsulate in Marseille und Barcelona sind eingebunden.

Krisenhotline

Das Krisenreaktionszentrum wurde in den Krisenzustand versetzt und umgehend personell aufgestockt. Es ist 24 Stunden am Tag rund um die Uhr für die Angehörigen der Absturzopfer erreichbar und koordiniert die deutschen Hilfsmaßnahmen.

Das Auswärtige Amt hat für die Angehörigen eine Krisenhotline unter der Nummer 030 5000 3000 eingerichtet.

Weitere Informationen

Außenminister Steinmeier zum Flugzeugabsturz in Südfrankreich (24.03.15)


Stand 27.03.2015

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