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Der Koordinator für die deutsch-polnische Zusammenarbeit

Das Amt des Koordinators für die deutsch-polnische grenznahe und zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit wurde 2004 auf Anregung des damaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck durch die beiden Regierungen eingesetzt, um die gutnachbarschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen noch weiter zu vertiefen. Am 29. Januar 2014 übernahm der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke das Amt.

Aufgabe des Koordinators ist es, sich für Verständigung und Vertrauen zu engagieren sowie den Regierungen beider Länder konkrete politische Lösungen vorzuschlagen.

Mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydło in Berlin.

Mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydło in Berlin.
© brandenburg.de

Als Ministerpräsident des Landes Brandenburg verfügt Koordinator Woidke über sehr gute Kontakte zu Politikerinnen und Politikern in Bund und Ländern, aber auch im Nachbarland Polen. Er kann die deutsch-polnischen Beziehungen an einer zentralen Schnittstelle für die zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit mitgestalten und verbessern. Woidke setzt sich Tag für Tag – oft auch hinter den Kulissen –  für die deutsch-polnische Zusammenarbeit ein. Beispiele hierfür sind die schnelle Ratifizierung des Deutsch-Polnischen Polizeiabkommens, das seit seinem Inkrafttreten am 9. Juli 2015 zu größerer Sicherheit im Grenzraum beiträgt, und der Erste Deutsch-Polnische Bahngipfel vom 11. September 2015, der politische Impulse gesetzt hat, um dem Schienenverkehr zwischen beiden Ländern zu neuem Schwung zu verhelfen. Sichtbarer Ausdruck hierfür ist der von den Ländern Berlin und Brandenburg finanzierte "Kulturzug", der von April bis September 2016 zwischen Berlin und der Europäischen Kulturhauptstadt Breslau pendelt, um beide Metropolen besser miteinander zu verbinden. 

Stärkung der zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit

Dietmar Woidke legt als Koordinator für die deutsch-polnische Zusammenarbeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Stärkung der zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit. Er steht im engen, regelmäßigen Kontakt mit den Akteuren des weit verzweigten deutsch-polnischen Netzwerks aus bilateralen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen sowie gesellschaftlichen und kulturellen Initiativen. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die Sicherung und den Ausbau dieses Netzwerks. 

Auch setzt sich Koordinator Woidke dafür ein, dass die Deutschen die Sprache ihrer Nachbarn, Polnisch, vermehrt lernen. Für das PolenMobil, eine Initiative des Deutschen Polen Instituts, hat er die Schirmherrschaft übernommen.

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Zusammenwachsen im grenznahen Bereich

Der Koordinator setzt sich auch besonders für das Zusammenwachsen im grenznahen Bereich ein. Die deutsch-polnische Grenzregion verdient eine besondere Aufmerksamkeit. Sie ist nicht vergleichbar mit den über Jahrhunderte gewachsenen Grenzregionen zwischen Deutschland und seinen westlichen Nachbarn. Erst ab 1990/91 konnte sich auf Basis des Grenz- und des Nachbarschaftsvertrags eine gemeinsame Grenzregion entwickeln, deren Entwicklung immer noch auf zahlreiche gesellschaftliche, politische und administrative Hürden stößt. Der Koordinator setzt hier regelmäßig neue Impulse. Im deutsch-polnischen Jubiläumsjahr "25 Jahre gute Nachbarschaft" hat Ministerpräsident Woidke die Deutsch-Polnische Regierungskommission für die grenznahe und regionale Zusammenarbeit zu ihrer Jubiläumssitzung am 2./3. Juni 2016 nach Potsdam eingeladen.

Vorgängerinnen von Dietmar Woidke im Amt des deutschen Koordinators für die Zusammenarbeit der beiden Länder waren Prof. Gesine Schwan und Staatsministerin a.D. Cornelia Pieper (heute Generalkonsulin in Danzig).

Die Funktion des Deutschland-Beauftragten der polnischen Regierung wurde bis zu seinem Tod am 24. April 2015 vom Staatssekretär im Amt der Ministerpräsidentin Władysław Bartoszewski wahrgenommen. Die Stelle wurde nicht nachbesetzt.

Die polnische Regierung hat 2014 das Amt des "Koordinators für die polnisch-deutsche grenznahe und regionale Zusammenarbeit" eingeführt, das seit 1. April 2016 von Jakub Skiba, Staatssekretär im polnischen Innenministerium ausgeübt wird.


Stand 03.06.2016

Kontakt

Dr. Niels v. Redecker, Persönlicher Referent des Koordinators für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt

Tel.:  030-5000-3952; Fax.: 030-5000-5-3952
Mail: KO-POL-VZ@auswaertiges-amt.de

Weitere Informationen zur Tätigkeit Dietmar Woidkes:

Deutsch-polnische Beziehungen

Nach der deutschen Wiedervereinigung und den tief greifenden Veränderungs­prozessen in Mittel- und Osteuropa entwickelten die deutsch-polnischen Beziehungen eine beeindruckende Dynamik. Auf Grundlage des deutsch-polnischen Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit intensivierten sich der politische Dialog und zwischengesellschaftliche Kontakte.
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