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Emil Krebs - Ein Genie im Sprachendienst des Auswärtigen Amts
Lebenslauf
| 15.11.1867 | Geboren in Freiburg Krs. Schweidnitz/Schlesien |
| 17.03.1887 | Abitur mit 19 Jahren am ev. Gymnasium Schweidnitz/ Swidnica
Mathematik: „sehr gut“; Latein: „gut“; Griechisch: „gut“; Französisch: „gut“ bis „sehr gut“; Hebräisch: "sehr gut“ |
| 1887 | Ev. Theologie u. Philosophie Studium (1 Semester), Uni Breslau |
| 1888 bis 1891 | Studium der Rechtswissenschaft Uni Berlin (Abschluss „gut“) |
| 1888 bis 1890 | Seminar für Orientalische Sprachen (SOS) der Uni Berlin, Studium Chinesisch (Diplom „gut“) |
| bis Sept. 1893 | „Königlich preußischer Gerichtsreferendar“ in Gottesberg/Schlesien und Kammergericht Berlin |
| 16.08.1891 | Gesuch an das Auswärtige Amt Berlin: Dolmetscher in Peking |
| 30.09.1893 | Entsendung nach Peking als Dolmetscheraspirant (Verpflichtungserklärung für mindestens 10 Jahre) |
| 1897 – 1900 | Aufenthalt in Tsingtau (Pachtgebiet Kiautschou) als Dolmetscher, Vorstand der chinesischen Kanzlei und Bezirksamtmann |
| Juli 1901 | Ernennung zum 1. Dolmetscher der Pekinger Gesandtschaft mit dem Titel „Secrétaire interprète“ als Chefdolmetscher, überragende Autorität auf dem Gebiet der Sprachen Chinesisch, Mongolisch, Mandschurisch und Tibetisch |
| 15.02.1912 | Ernennung zum Legationsrat durch den Kaiser persönlich |
| 05.02.1913 | Eheschließung in Shanghai mit Frau Amande Heyne |
| 1914 | Handschriftlich Aufzeichnung von Emil Krebs über zu diesem Zeitpunkt von ihm als Dolmetscher beherrschte 37 Sprachen |
| 25.03.1917 | Abreise aus Peking wegen Abbruch der diplomatischen Beziehungen. |
| 08.09.1917 | Versetzung in den einstweiligen Ruhestand |
| 08.11.1917 | Auswärtiges Amt, Nachrichtenstelle für den Orient, (später: Deutsches Orientinstitut) |
| 01.03.1921 | AA, Abt. I (Personal und Verwaltung) Chiffrierbüro, japanische Abteilung |
| seit Mai 1922 | zugleich nebenamtlich Dolmetscher für die finnische Sprache bei Gerichten und Standesämtern in Berlin und Regierungsbezirk Potsdam |
| seit Juli 1923 | zugleich Beschäftigung im Sprachendienst des AA;
Zitat des damaligen Leiters des Sprachendienstes Gautier:
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| 31.03.1930 | Tod durch Gehirnschlag während einer Übersetzung im Amt.
Bestattung Südwestkirchhof Stahnsdorf (Grabstätte noch erhalten). |
Stand 13.02.2010
