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Was Deutschland und Mexiko zusammenhält

Einer der größten Autoexporteure überhaupt. Die Hauptstadt ist wegen ihrer bunten Kunst- und Feierszene bei jungen Menschen aus aller Welt beliebt. Die öffentliche Meinung zu Grenzmauern ist kritisch. Und der neue Hauptstadtflughafen soll bald fertig sein. Die Liste der Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Mexiko ist lang – wie auch Außenminister Gabriel bei seinem Besuch am Freitag (19.5.) feststellte. Die Gespräche mit Präsident Peña Nieto und Außenminister Videgaray verliefen entsprechend harmonisch. Sorge bereitet derweil die Gewalt der Drogenkartelle, insbesondere gegen Journalisten.

Besonderer Gast bei Hannover Messe

Mexikaner und Deutsche trotzen den zwölf Flugstunden, die beide Länder trennen, und kommen sich dessen ungeachtet immer näher. Rund 3,4 Millionen Besucher haben an den über 1000 Veranstaltungen des Deutschlandjahres in Mexiko teilgenommen – ein Beweis für das herzliche Interesse, das beide miteinander verbindet. Und im Jahr 2018 wird Mexiko als erster Vertreter Lateinamerikas überhaupt Gastland bei der Hannover Messe sein, der größten Industriemesse der Welt.

Gabriel mit Staatspräsident Enrique Peña Nieto

Gabriel mit Staatspräsident Enrique Peña Nieto
© Thomas Köhler/photothek.de

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Gabriel mit Staatspräsident Enrique Peña Nieto

Gabriel mit Staatspräsident Enrique Peña Nieto

Gabriel mit Staatspräsident Enrique Peña Nieto

Gemeinsame Position bei G20 und OECD

Auch wirtschaftlich haben die Industrienationen Deutschland und Mexiko sehr viele Interessen gemein. Beide sind eng mit den USA verflochten und treten energisch für eine faire und freie Welthandelsordnung ein. Sowohl im Rahmen der G20 als auch der OECD sind sie dabei wichtige Partner füreinander. Deutschland sei es daher auch ein wichtiges Anliegen, das globale Abkommen zwischen Mexiko und der EU zu modernisieren, sagte Gabriel bei seinem Besuch.

Binationale Kommission

Der deutsche Außenminister führte in Mexiko-Stadt zunächst ein direktes Gespräch mit seinem neuen mexikanischen Amtskollegen Luis Videgaray, bevor beide zusammen die Sitzung der Binationalen Kommission (BNK) leiteten. Die BNK hat unter anderem beschlossen, dass Deutschland in Mexiko weitere 200 Millionen Euro im Bereich Umwelt- und Klimaschutz investiert. Außerdem arbeiten beide Länder an einer gemeinsamen Exzellenzuniversität im Bereich der Sozialwissenschaften. Schon bevor die BNK zusammenkam, unterschrieben der mexikanische Unternehmerdachverband CCE und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Vereinbarung, um künftig bei der beruflichen Bildung noch enger zu kooperieren.

Gabriel mit mexikanischen Journalisten und der Kampagne gegen Gewalt an Journalisten

Gabriel mit mexikanischen Journalisten und der Kampagne gegen Gewalt an Journalisten
© Thomas Köhler/photothek.de

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Gabriel mit mexikanischen Journalisten und der Kampagne gegen Gewalt an Journalisten

Gabriel mit mexikanischen Journalisten und der Kampagne gegen Gewalt an Journalisten

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Brutale Gewalt gegen Journalisten

Bereits am Morgen hatte Außenminister Gabriel Vertreter der mexikanischen Zivilgesellschaft getroffen und sich dabei auch über die Menschenrechtslage in Mexiko informiert. Gabriel äußerte sich danach tief besorgt über das Ausmaß der Gewalt durch die Drogenkartelle, die Jahr für Jahr über 20.000 Todesopfer fordert. Das Gespräch drehte sich insbesondere um die gezielten Attacken auf Journalisten, die über das Thema berichten. Der Außenminister kündigte an, dass sich Deutschland verstärkt für mexikanische Journalisten einsetzen werde. So wolle man  die rechtsstaatliche Zusammenarbeit mit der mexikanischen Regierung vertiefen, durch die journalistischen Austauschprogramme erweitern und die Hinterbliebenen ermordeter Journalisten finanziell unterstützen. Die mexikanische Regierung zeigte sich in den Gesprächen offen für die Kooperation mit Deutschland in diesem Bereich. Diese Bereitschaft beweise das große Vertrauen, das Deutschland hier genieße – und dafür dankte Gabriel seinen Gastgebern ausdrücklich.

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Stand 20.05.2017

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