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In Yad Vashem zum Yom HaShoah

Der Schatten der Geschichte ist nirgendwo so dunkel wie zu diesem Tag an diesem Ort: Am israelischen Holocaust-Gedenktag Yom HaShoah ist der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel zu Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Denkmal und Name

"Und denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal (hebräisch: Yad) und einen Namen (Shem) geben, einen ewigen Namen, der nicht vergehen soll." Dieser Vers aus dem Buch Jesaja (56,5) hat dem Denkmal Yad Vashem seinen Namen gegeben. Es steht für die sechs Millionen Juden, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. Yom HaShoah, der israelische Gedenktag für die Opfer des Holocaust, beginnt mit einer morgendlichen Gedenkveranstaltung in Yad Vashem.

Symbol der Aussöhnung

Dass ein deutscher Außenminister an diesem Tag nach Yad Vashem eingeladen wird, ist ein gewichtiges Symbol. Es steht für die Aussöhnung zwischen Israel und Deutschland. Gleichzeitig verdeutlicht der Besuch, dass sich Deutschland bis heute in tiefer Demut seiner dunklen Vergangenheit stellt. Für die Sicherheit und das Wohl Israels einzustehen bleibt ein unverrückbarer Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik.

Fortsetzung der Reise

Yom HaShoah richtet sich nach dem jüdischem Kalender und fällt dort normalerweise auf den 27. Nisan – im Jahr 2017 ist das nach dem gregorianischen Kalender der 24. April. Für Sigmar Gabriel ist der Besuch in Yad Vashem der einzige offizielle Termin in Israel an diesem Tag. 

Mit einer Kranzniederlegung für die sechs Millionen ermordeten Juden hat der Außenminister seinen Antrittsbesuch in Israel begonnen und bekannte sich zur deutschen Verantwortung für den Holocaust und die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs. "Sie ist uns Heutigen Mahnung und Verpflichtung - einzutreten gegen Antisemitismus und für die Menschenwürde, für Toleranz und die Verständigung zwischen den Völkern", sagte Gabriel. In das Gästebuch schrieb er: "Nirgendwo sieht man so überdeutlich, zu wie viel Bösem Menschen fähig sind und wie unvergleichlich das Leid ist, dass über andere gebracht wurde. Unsere Aufgabe ist es nun zu zeigen, zu wie viel Gutem wir als Menschen auch in der Lage sind, wenn wir uns jeden Tag daran erinnern, dass wir Menschen sind."

Sein Reiseprogramm setzt er am 25. April fort.

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Stand 25.04.2017

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