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Von Kohlenhydraten und Deckenhöhen

Man lernt ja so einiges während der 14 Monate Vorbereitungsdienst in Berlin-Tegel: Völker- und Konsularrecht, Verhandlungstraining, Grußworte auf Französisch halten... Und dann ist man auf seinem ersten Posten und steht plötzlich vor der Frage: Wie bekomme ich genügend Kohlenhydrate aufs Buffet? So ging es mir auf meinem ersten Posten als Referentin für Presse, Kultur und Protokoll in Laibach, Slowenien.

An diesem Sonntag (22.09.) endete die Basketball-Europameisterschaft in Slowenien. Ein großes Ereignis für ein eher kleines Land, und etwas Besonderes auch für die deutsche Botschaft: In der Konsularabteilung kümmern sich die Kollegen um die deutschen Fans, in der Kulturabteilung organisierten wir eine Fan-Aktion mit Schülern, und dann gab es noch den Empfang unserer Botschafterin für die deutsche Nationalmannschaft.

2,17m - Presse- und Kulturreferentin Lena Handwerk beim Empfang mit Basketballer Tibor Pleiß

2,17m - Presse- und Kulturreferentin Lena Handwerk beim Empfang mit Basketballer Tibor Pleiß
© AA

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2,17m - Presse- und Kulturreferentin Lena Handwerk beim Empfang mit Basketballer Tibor Pleiß

2,17m - Presse- und Kulturreferentin Lena Handwerk beim Empfang mit Basketballer Tibor Pleiß

2,17m - Presse- und Kulturreferentin Lena Handwerk beim Empfang mit Basketballer Tibor Pleiß

Nach einigem Hin und Her war der perfekte Termin gefunden: Ein Freitag, nach dem dritten von fünf Spielen und vor dem spielfreien Tag. Hoffentlich ist die deutsche Mannschaft da noch im Rennen, grübelten wir im Vorfeld. Ein Abendessen sollte es werden. Und dann kam die Frage auf: Was essen Basketballer eigentlich? Und vor allem: Was essen sie nach einem Spiel? Und so gingen wir der Frage nach, ob unser Buffet genug Kohlenhydrate enthalten würde. Lieber nochmal einen Topf Gnocchi und Reis mehr... Bei der Vorbereitung der Residenz kontrollierten wir auch sicherheitshalber nochmal die Deckenhöhe. 2,17m misst der größte Spieler. An der Tür würde er den Kopf wohl einziehen müssen.

Als es dann soweit war, hatten die deutschen Spieler das Spiel davor leider verloren. Also statt Party eher Regeneration, wie es der Präsident des Deutschen Basketball Bundes ausdrückte. Mit dabei auch die versammelten deutschen Sportjournalisten, denn unser Empfang war an diesem Tag die einzige Möglichkeit, das Team zu treffen. Der Garten der Residenz als Hintergrund für die Interviews von "Sportschau" und "Sportstudio" mit dem Trainer, und ein O-Ton der Botschafterin bei Sky-TV – das hat man auch nicht alle Tage.

Auch wenn das deutsche Team leider schon in der Vorrunde ausgeschieden ist: Die Eurobasket 2013 hat Spaß gemacht! Mal etwas anderes für eine Kultur- und Pressereferentin. Und geklappt hat es auch mit den Kohlenhydraten und Deckenhöhen. Sogar ohne Vorbereitungsseminar in Tegel.

Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Auf diplomatischer Mission"


Stand 22.09.2013

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