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Auf deutschen Spuren

In Toronto, der größten Stadt Kanadas, haben zahlreiche Deutsche ihre Spuren hinterlassen. Um dies etwas bekannter zu machen, hatte das Deutsche Generalkonsulat die Idee, eine Anwendung für Smartphones entwickeln zu lassen, mit dem sich jeder Interessierte auf "Schnitzeljagd" zu deutschen Orten in der Stadt begeben kann. Und die Idee kommt gut an, berichtet unsere Kollegin Karen Thürnau aus der Presseabteilung des Generalkonsulats. Und so gibt es den so genannten "German Walk" inzwischen längst nicht mehr nur in Toronto.

"Right now we are on Berczy-Square, named after one of Toronto’s earliest pioneers, William Berczy. A son of a German diplomat and reckless adventurer…..he arrived at the end of the 18th century  and settled in the small swampy post that is Toronto today." Shawn Micallef hat sich bestens vorbereitet und nennt wichtige Eckpunkte aus dem Leben von William Bercy, einem deutschen Diplomatensohn, der als einer der Mitbegründer Torontos gilt.

Über die vergangenen Monate hinweg hat Shawn Micallef, Urbanist und Autor, deutsche Spuren in Toronto aufgespürt. Er hat in Archiven gewühlt, Kirchen und Kneipen besucht und daraus eine spannende Schnitzeljagd zusammengestellt. Karl, der kreative und technikaffine Praktikant am Generalkonsulat Toronto hat die einzelnen "Schnitzel" in eine webbasierte, vom Goethe-Institut New York angelegte Datenbank einprogrammiert und mit Fotos illustriert.  

www.geostoryteller.org

Mit dem Smartphone zu "deutschen" Orten

Entstanden ist der "German Walk TO" - eine kleine, aber feine mobile Geo-Anwendung für Smartphones. Mit dieser Anwendung ist ein Spaziergang zu deutschen Bezugspunkten in Toronto - Kanadas größter und von Deutschen mitgegründeten Stadt - jederzeit ganz einfach möglich. Zusätzlich hat das Generalkonsulat einige organisierte Führungen angeboten. Mit Riesenerfolg.

An einem kühlen Tag im April etwa kommen mehr als 80 Personen zum ersten öffentlichen "German Walk". Darunter sind Deutschstämmige, Neuzuwanderer, Stadtenthusiasten und passionierte "Walker", alt und jung.  

Shawn Micallef mit einer German Walkers Gruppe

Shawn Micallef mit einer German Walkers Gruppe
© GK Toronto

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Shawn Micallef mit einer German Walkers Gruppe

Shawn Micallef mit einer German Walkers Gruppe

Shawn Micallef mit einer German Walkers Gruppe

Startpunkt ist der Berczy-Square. Die Schnitzeljäger öffnen von ihren Smartphones aus www.germanwalk.ca . Der Stadtplan wimmelt nur so vor roten Punkten. Shawn, gut erkennbar an Buddy Holly-Brille und Hütchen, zeigt uns: den Leuchtturm von Toronto, in dem angeblich ein deutsches Gespenst spukt, das Goethe-Institut, ein ehemaliges Einwanderer-Clubhaus, die Mies van der Rohe-Bank, die erste deutsche Kirche, einen deutschen Bäcker und vieles mehr. Insgesamt hat er 60 "deutsche" Orte zusammengestellt.

Neuer Blick auf die Stadt

Die Teilnehmer, darunter auch alteingesessene Torontians, sehen ihre Stadt mit ganz neuen Augen. Auch die weiteren drei Führungen – darunter zwei in deutscher Sprache – sind überbucht. Inzwischen hat die Nichtregierungsorganisation "Jane’s Walk" den German Walk in ihr Repertoire aufgenommen. Und auch die Stadt Toronto verlinkt auf ihrer Webseite auf das Angebot. 

Und die Idee zieht weitere Kreise. Kitchener-Waterloo, die deutsche Hochburg im Süden der Provinz Ontario und Winnipeg, die Hauptstadt der Provinz Manitoba, erhalten nun ebenfalls jeweils einen German Walk.

Und wir - im Generalkonsulat Toronto - finden auch in "unserer Stadt" immer neue Orte auf die wir rote Fähnchen setzen können, weil sie einen Bezug zu Deutschland haben. To be continued……..

Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Auf diplomatischer Mission"


Stand 26.06.2013

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