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Deutsch-französische Freundschaft in Bagdad

Die deutsche Botschafterin im Irak, Brita Wagener, berichtet von der gemeinsamen Feier mit dem französischen Botschafter in Bagdad zu 50 Jahren Élysée-Vertrag.

Auch in Bagdad haben der französische Botschafter und ich am 22. Januar 2013 den 50. Jahrestag des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertra­ges gefeiert - ange­sichts der Sicherheitslage keine Selbstverständ­lichkeit. Obwohl sich die Situation in den letzten Jahren verbessert hat, setzt die fortbeste­hende An­schlagsgefahr unseren Aktivitäten weiterhin enge Grenzen. So darf ich nur Orte besuchen, die nicht zu ex­poniert, z.B. nicht ungeschützt unmittelbar an belebten Straßen liegen. Ein Raum im obersten Stock des Ishtar-Hotels mit wunderbarer Aus­sicht über die Stadt und den Tigris war aber schnell als geeignet identifiziert.

Gemeinsame Feier mit irakischen und internationalen Gästen

Mein französischer Botschafterkollege und ich halten unsere Reden

Mein französischer Botschafterkollege und ich halten unsere Reden
© Deutsche Botschaft Bagdad

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Mein französischer Botschafterkollege und ich halten unsere Reden

Mein französischer Botschafterkollege und ich halten unsere Reden

Mein französischer Botschafterkollege und ich halten unsere Reden

Die persönlichen Re­den meines französischen Botschafter­kollegen und mir, eine Ausstellung und ein Dokumentarfilm zur Geschichte des Elysée-Ver­trages kamen bei den zweihundert Gästen aus Politik, diplomati­schem Corps und der irakischen Zivilgesellschaft gut an, ebenso der französische Wein und das deutsche Bier, die zum Essen gereicht wurden. 

Der französische Bot­schafter Denys Gauer, der seine Ansprache auf Deutsch hielt, machte die Besonder­heit der Beziehungen zwischen unseren Ländern so deutlich: "Zwischen Deutschland und Frankreich ging es ja immer um Elsass und Lothringen. Und ich bin Lothringer. Ich bin zwar Franzose. Aber ich trage einen deutschen Namen. Meine Mutterspache war zwar nicht Hochdeutsch, aber ein deutscher Dialekt."

Ich selbst konnte in meiner auf Französisch vorgetragenen Rede von persönlichen Erlebnissen der deutsch-französischen Freundschaft berichten, und zwar vom Auf­enthalt als sechzehnjährige Austauschschülerin in Angoulême und später von dem Kollegen aus dem Auswärtigen Amt, der für die deutsche Delegation unerwartet wäh­rend einer KSZE-Konferenz als Austauschbeamter im Quai d'Orsay, dem französischen Außenministerium, und Mitglied der französischen Delegation für Frankreich das Wort ergriff. 

Ein kleiner Beitrag zu normalem sozialen Leben in Bagdad

"Können andere von der deutsch-französischen Aussöhnung etwas lernen?"

"Können andere von der deutsch-französischen Aussöhnung etwas lernen?"
© Deutsche Botschaft Bagdad

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"Können andere von der deutsch-französischen Aussöhnung etwas lernen?"

"Können andere von der deutsch-französischen Aussöhnung etwas lernen?"

"Können andere von der deutsch-französischen Aussöhnung etwas lernen?"

Die deutsch-französische Erfolgsgeschichte ließ manchen irakischen Besucher an­gesichts der inneren Zerrissenheit des Iraks und schwieriger Beziehungen zu einigen Nachbarn nach­denklich zurück. Gleichzeitig hat die Veranstaltung einen kleinen Beitrag zu einem normalen sozialen Leben in Bagdad geleistet, das sich die Bag­dader nach Diktatur, Kriegen und Besatzung erst wieder schaffen müssen.

Alle Berichte "In diplomatischer Mission" finden Sie hier


Stand 04.02.2013

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