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Bürgerwerkstatt Außen­politik

Hintergrund

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit als Außenminister am 17. Dezember 2013 nahm sich Frank-Walter Steinmeier eine breite Diskussion über das Selbstverständnis deutscher Außenpolitik vor. In dem einjährigen Konsultationsprozess "Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken" sollten Antworten auf die Frage nach außenpolitischer Verantwortung nicht ausschließlich von Experten oder in interministeriellen Abstimmungen, sondern auch in Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern gesucht werden. "Nicht verkünden, sondern gemeinsam erkunden." Ziel war, Bürgerinnen und Bürger mit außenpolitischen Fragen und mit dem Handwerk der Diplomatie vertrauter zu machen und gleichzeitig Anregungen und Signale aus der Zivilgesellschaft aufzunehmen.

Dieser Dialog mit den Bürgern wird als eine zentrale Erkenntnis aus dem Review 2014 fortgesetzt und ausgeweitet – zum Beispiel mit dem Format der Bürgerwerkstatt.

Erste Bürgerwerkstatt Außenpolitik im Auswärtigen Amt 

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© MPC

Das Auswärtige Amt und das Mercator Program Center for International Affairs luden am 19. Februar 2016 erstmals zur Bürgerwerkstatt Außenpolitik in das Auswärtige Amt ein. Die knapp 130 Teilnehmenden hatten Gelegenheit, sich zu den Themen Flucht und Migration, Ukraine und Russland, Deutschlands Rolle in der Europäischen Union, China sowie Türkei mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Auswärtigen Amts auszutauschen. Die Bürgerinnen und Bürger brachten eigene Ideen ein und diskutierten diese mit Außenminister Steinmeier.

Über die inhaltliche Diskussion hinaus konnten die Bürgerinnen und Bürger einen Eindruck gewinnen, wie komplex außenpolitische Abwägungs- und Entscheidungsprozesse sind. Außerdem bot die Bürgerwerkstatt Außenpolitik Gelegenheit, sich Anregungen über weitere Informations- und Mitwirkungsmöglichkeiten zum Thema Außenpolitik, beispielsweise bei Stiftungen, Think Tanks, Vereinen oder privaten Initiativen, zu verschaffen.

Worum ging es bei der Bürgerwerkstatt Außenpolitik?

In der Bürgerwerkstatt Außenpolitik ging es um Fragen, Ideen und mögliche Lösungsansätze zu aktuellen internationalen Herausforderungen. Wo liegen Chancen und Risiken bei einzelnen außenpolitischen Themen? Welche Aspekte werden aus Bürgersicht noch zu wenig beachtet? Wie könnten Handlungsvorschläge aussehen?

Zum Auftakt machten Staatssekretär Markus Ederer und die Leiterin der Abteilung für internationale Ordnung, Vereinte Nationen und Rüstungskontrolle Patricia Flor anhand von Beispielen aus ihren Erfahrungen deutlich, "Warum Außenpolitik so kompliziert ist" und "Was bei Außenpolitik hinter den Kulissen passiert".

Unter fachkundiger Moderation von Alumni aus dem Mercator-Netzwerk setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen mit den Fachexperten aus dem Auswärtigen Amt in intensiven Arbeitsphasen mit den Fragestellungen aus ihren Themenfeldern auseinander. Die zentralen Erkenntnisse wurden dann Außenminister Steinmeier an jedem Thementisch persönlich vorgestellt.

Es sei im Grunde kein gutes Zeichen für das Weltgeschehen, wenn Menschen sich verstärkt für Außenpolitik interessierten, so der Minister. Die Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern sei ihm aber wichtig, weil sie ihm die Möglichkeit gebe, das eigene Tun zu überprüfen.

Sehen Sie weitere Bilder von der Veranstaltung in unserer Mediathek:

Bildergalerie "Außenminister Steinmeier bei der Bürgerwerkstatt Außenpolitik"


Stand 25.02.2016

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