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Globale Relevanz – Bundesregierung sucht internationalen Dialog zum Thema Migration

Außenminister Gabriel diskutiert mit Dimitris Avramopoulus, EU Komissar für Migration.

Außenminister Gabriel diskutiert mit Dimitris Avramopoulus, EU Komissar für Migration.
© Thomas Trutschel/photothek.de

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Außenminister Gabriel diskutiert mit Dimitris Avramopoulus, EU Komissar für Migration.

Außenminister Gabriel diskutiert mit Dimitris Avramopoulus, EU Komissar für Migration.

Außenminister Gabriel diskutiert mit Dimitris Avramopoulus, EU Komissar für Migration.

Das Auswärtige Amt intensiviert seine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen im Bereich Flucht und Migration. Außenminister Sigmar Gabriel kündigte heute anlässlich des 3. Berlin Roundtable zu Flucht und Migration an, gemeinsam Lehren aus den Herausforderungen der vergangenen Jahre ziehen zu wollen.

Auch knapp zwei Jahre nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Sommer 2015 hat das Thema keinesfalls an Brisanz verloren. Umso wichtiger, dass die internationale Gemeinschaft nun die Lehren aus den vergangenen Jahren zieht und gemeinsam Grundsätze zu Flucht und Migration etabliert werden. Europa müsse sich stärker engagieren und mit einer gemeinsamen Stimme sprechen, um Fluchtursachen nachhaltig zu bekämpfen. "Flüchtlingsströme vom afrikanischen Kontinent und aus dem Nahen Osten können wir nur verhindern, wenn wir gegen den Klimawandel, gegen die Aufrüstung und gegen religiösen Fanatismus kämpfen", sagte Außenminister Gabriel nach der Veranstaltung.

Gemeinsames Engagement

Neben der Bekämpfung der Fluchtursachen geht es darum, die betroffenen Staaten bei der Bewältigung der Migrationsströme unterstützen. Über all dem steht das gemeinsame Ziel, das Leid der betroffenen Menschen zu lindern. Es geht daher um eine verstärkte internationale Zusammenarbeit. Eine Möglichkeit dazu bietet auch das Globalen Forum für Migration und Entwicklung (GFMD). Diesem informellen Dialogforum, das allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen offensteht und zum Austausch zu "best-practice" im Bereich der gesteuerten Migration dient, sitzt derzeit Deutschland vor. Hier werde man weiter zusammenarbeiten, so haben es die Teilnehmenden des 3. Berlin Roundtable heute verabredet.

Berlin Roundtable

Eine Fortsetzung dieses Dialogforums Berlin Roundtable wird ebenfalls angestrebt, um die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit vertretenen internationalen Organisationen weiter zu vertiefen. Nachdem in 2015 und 2016 bereits bei zwei Berlin Roundtables über konkrete Wege der Zusammenar­beit im Bereich Flucht und Migration beraten wurde, lud Außenminister Gabriel heute für das dritte Treffen erneut hochrangige Vertreter verschiedener internationaler Organisationen ins Auswärtige Amt ein. Neben der Sonderbeauftrag­ten des UN-Gene­ral­­sekretärs für Migra­tion und Entwicklung, Louise Arbour, nahmen auch der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen Filippo Grandi, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM) William Swing und der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz-/Rothalbmond-Gesell­schaf­ten (IFRC) Elhadj As Sy an dem Treffen teil. Außerdem war auch EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos vor Ort - das Thema ist schließlich von Relevanz für die gesamte Europäische Union.

Khartum-Prozess

Es gilt nachhaltige Lösungen zu finden.

Es gilt nachhaltige Lösungen zu finden.
© Thomas Trutschel/photothek.de

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Es gilt nachhaltige Lösungen zu finden.

Es gilt nachhaltige Lösungen zu finden.

Es gilt nachhaltige Lösungen zu finden.

Um nachhaltige Lösungen zu finden, setzt sich die EU bereits für einen Dialog mit Herkunftsländern ein, beispielsweise im Khartum-Prozess mit den Staaten am Horn von Afrika. In diesem Rahmen kamen zuletzt am 18. und 19.05. Vertreter ostafrikanischer Staaten und Experten internationaler Organisationen im Auswärtigen Amt zusammen. Für die Beteiligten war klar: Es kommt darauf an, den Mindestschutz der geflüchteten Menschen zu garantieren, die oftmals in großer Not leben. Dies geht über die humanitäre Hilfe hinaus, die Menschen ein Überleben in Würde und Sicherheit ermöglicht und das Leid derer lindert, die ihre Notlage aus eigener Kraft nicht überwinden können. Um für Flüchtlinge und Binnenvertriebene langfristige Perspektiven nahe der Heimat zu schaffen, ist es zudem wichtig, Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen.


Stand 29.05.2017

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