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Grußwort von Außenminister Guido Westerwelle zum jüdischen Neujahrsfest 5774 (Rosch Haschana) am 05.09.2013

Allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihren Familien und Freunden in Deutschland, Israel und der ganzen Welt wünsche ich ein glückliches und gesegnetes neues Jahr 5774!

Ich wünsche uns vor allem, dass das neue Jahr Frieden und Sicherheit im Nahen Osten bringt. Die Aufnahme von Friedensgesprächen zwischen Israel und Palästina vor einigen Wochen in Washington ist ein Keim der Hoffnung. Deutschland wird alles tun, um Israel und seine Nachbarn auf dem Weg der Verständigung zu unterstützen. Nur ein dauerhafter Frieden wird die Sicherheit der Bürger Israels gewährleisten. Diese Verantwortung für die Sicherheit der Menschen in Israel bleibt eine Grundkonstante unserer Außenpolitik.

Wir sind froh und dankbar, dass jüdisches Leben heute wieder zum festen Bestandteil des Alltags in Deutschland gehört. Nach der Shoah grenzt dies an ein Wunder. Ich werde mich weiterhin auch ganz persönlich dafür einsetzen, dass jüdische Bürger in Deutschland sicher leben und Vertrauen in die staatlichen Institutionen haben können. Es berührt mich sehr, dass Überlebende der Shoah bewusst hier geblieben oder zurückgekehrt sind und Deutschland ihr Vertrauen aussprechen. Dasselbe gilt für alle jüdischen Zuwanderer, die Deutschland als neue Heimat gewählt haben. Ihnen allen versichere ich: Es gibt in Deutschland keinen Platz für Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit. Deutschland ist ein tolerantes und weltoffenes Land und wird es bleiben.

Schana towa und schalom!

Dr. Guido Westerwelle